Seit dem 21. Juli 2012 hat es im Raum Kassel insgesamt vier Raubüberfälle auf ARAL-Tankstellen gegeben, bei denen der Täter unerkannt entkommen konnte.
Seit dem 21. Juli 2012 hat es im Raum Kassel insgesamt vier Raubüberfälle auf ARAL-Tankstellen gegeben, bei denen der Täter unerkannt entkommen konnte.

Nach einem Überfall auf eine Tankstelle der Kette am 21. Juli 2012 folgten drei weitere im Stadtgebiet Kassel. Am 19. September und am 6. Oktober war die ARAL-Tankstelle an der Weserspitze zwei Mal Schauplatz, ein weiterer Überfall ereignete sich am 24. September auf die ARAL in der Leuschnerstraße. Die Bezirksleitung des Mineralölkonzerns hat jetzt "für die Ergreifung des Täters mit zweifelsfreiem Nachweis der ARAL-Tankstellenüberfälle" eine Belohnung in Höhe von 1.500,- Euro ausgesetzt und dies auch in schriftlicher Form gegenüber dem ermittelnden Fachkommissariat K 35 der Kasseler Kripo erklärt. Nach den Überfällen wurden im Rahmen umfangreicher Fahndungsmaßnahmen und anschließender Ermittlungen von der Polizei verschiedene Personen hinsichtlich einer möglichen Tatbeteiligung überprüft, bislang aber noch ohne den gewünschten Erfolg.
"Boston-Jacke" bei zwei Überfällen, ansonsten eher abweichende Beschreibungen
Auch können sich die Ermittler nicht sicher sein, ob es sich bei allen ARAL-Überfällen um ein und denselben Täter gehandelt hat. Eines der wenigen bei allen vier Raubüberfällen scheinbar übereinstimmendes Merkmal ist die Sprache des Täters. Alle Zeugen sagten aus, er habe akzentfreies Deutsch gesprochen. Zumeist wurde der Täter von den Zeugen als schlank bis sehr schlank, beim letzten Überfall auf die Tankstelle an der Weserspitze allerdings als "eher kräftig" bezeichnet. Auch die Bekleidung war sehr unterschiedlich von komplett in schwarz bis zu einer auffälligen, hellen Kapuzenjacke mit dem Aufdruck "Boston" beim letzten Überfall am 6. Oktober. Hier sind sich die Ermittler auch sehr sicher, dass der gleiche Täter auch am Abend zuvor einen nahe gelegenen REWE-Markt erfolglos überfallen hatte.
Hier hatte eine Kassiererin zögerlich reagiert, weil sie die Waffe des maskierten Mannes für ein Spielzeug hielt. Da verlor der Täter die Nerven und rannte aus dem Geschäft. Der Unbekannte hatte die gleiche, beigefarbene "Boston-Jacke" an wie beim Überfall einen Tag später auf die Tankstelle. Die komplexen Ermittlungen werden vom K35 der Kasseler Kripo geführt. Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Tel.: 0561 - 9100.
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