Sie stehen im Verdacht, an dem Verschwinden des Jungen mitgewirkt und ihn aus der Obhut des Jugendamts entzogen zu haben.
Der in einer Wohngruppe getrennt von den Eltern lebende Melvin hatte sich am Mittwochabend (02.12.), gegen 18:40 Uhr, bei einem Treffen mit seiner Mutter in den Räumlichkeiten einer Jugendhilfeeinrichtung in der Weserstraße in Richtung Toilette begeben und war seither verschwunden. Die Polizei leitete noch am Abend umfangreiche Such- und Ermittlungsmaßnahmen nach dem Jungen ein, die am Folgetag fortgeführt und weiter intensiviert wurden. Hierbei waren neben der Polizei, auch die Feuerwehr Fulda und die Rettungshundestaffel Fulda - in Spitze mit Kräften im untersten dreistelligen Bereich - im Einsatz. Rund einen Tag später, am frühen Donnerstagabend, konnte Melvin schließlich nach intensiven Ermittlungen der Fuldaer Kriminalpolizei bei einer Bekannten in Medebach (NRW) angetroffen und dem Jugendamt in Obhut gegeben werden.
Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger prüft die Polizei derzeit, ob die Kosten für die Einsatzmaßnahmen in Höhe von mehreren Tausend Euro den Verantwortlichen in Rechnung gestellt werden können.
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