Besondere Leistung für Naturschutz und Landwirtschaft

Hessen
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„Ich freue mich, dass ich heute gleich zweimal das Bundesverdienstkreuz am Bande überreichen darf. Mit dieser Auszeichnung werden Udo Seum und Dr. Hartmut Spieß für ihr außergewöhnliches Engagement geehrt, mit dem sie sich für Naturschutz und eine zukunftsfähige Landwirtschaft einsetzen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Montag bei der Verleihung. 

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Einsatz für den Naturschutz
„Herr Seum hat sein Leben in den Dienst des heimischen Naturschutzes gestellt. Er war entscheidender Wegbreiter bei der Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes ‚Auenverbund Wetterau‘, einem Projekt, das 1990 mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus hat er das erste ornithologische Gutachten zur Ausweisung des Naturschutzgebietes ‚Bingenheimer Ried‘ erstellt und ist seit dessen Festsetzung als Schutzgebietsbetreuer im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt tätig. Dieses Gebiet gehört zu den wichtigsten Schutzgebieten in Hessen und in Deutschland“, erklärte die Ministerin.

Gleichzeitig hat sich Herr Seum auf außerordentliche Weise in den Naturschutzverbänden eingesetzt. Unter anderem als Jungendleiter im Vorstand des NABU Bingenheim und als Sprecher des Arbeitskreises der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) Wetterau und seine dadurch gegebene Mitgliedschaft im HGON-Landesvorstand Hessen. „Sein jahrzehntelanger Einsatz wird heute zurecht mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.“

Zukunftsfähige Landwirtschaft
„Herr Dr. Spieß hat sich im hohem Maß über Jahrzehnte hinweg und mit großem persönlichen Engagement für den ökologischen Landbau, insbesondere im Bereich Saatgutgesundheit und -züchtung eingesetzt“, betonte Hinz. Die Forschung & Züchtung Dottenfelderhof (FZD), die Herr Dr. Spieß seit 1977 leitet, zählt zu den führenden ökologischen Getreide- und Gemüsezuchtinitiativen im deutschsprachigen Raum. Besonders zukunftsweisend ist dabei die praxisnahe Herangehensweise in Kooperation mit anderen Betrieben und Universitäten und auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH).

„Im Ökolandbau wird bis heute häufig auf konventionell gezüchtete Getreide- und Gemüsesorten zurückgegriffen. Da diese Sorten jedoch nicht für die spezifischen Bedingungen und Bedürfnisse der ökologischen Landwirtschaft zugeschnitten sind, sind sie anfälliger für Krankheiten. Herr Dr. Spieß und sein Team auf dem Dottenfelderhof haben aus diesem Grund erstmals ökologisch gezüchtete Weizensorten mit Steinbrand- und Flugbrandresistenz entwickelt. Diese Sorten sind sehr widerstandsfähig, nicht nur auf hohen Ertrag gezüchtet und bereichern die genetischen Vielfalt. Damit ist die Arbeit von Herrn Dr. Spieß für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft entscheidend. Ich freue mich, ihn heute für diese wichtige Arbeit ehren zu dürfen“, so Hinz abschließend.



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