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„Wir brauchen ihn als Speichermedium für Wind- und Solarstrom, wir brauchen ihn in bestimmten industriellen Prozessen, und wir brauchen ihn im Flugverkehr“, sagte Wirtschafts- und Energiestaatsekretär Jens Deutschendorf am Donnerstag bei der Vorstellung des Entwurfs der hessischen Wasserstoffstrategie auf dem Hessischen Brennstoffzellenforum in Frankfurt.  

„Wasserstoff ist jedoch nicht die Patentlösung für die Energiewende“, schränkte der Staatssekretär ein. „Denn erstens ist er nur dann komplett klima- und umweltfreundlich, wenn er aus regenerativen Energien gewonnen wird. Und zweitens ist seine Erzeugung sehr aufwendig. Das Angebot wird also auf absehbare Zeit begrenzt bleiben. Wir müssen seine Anwendung daher vor allem auf die Bereiche konzentrieren, für die es keine andere, effizientere Technologie gibt. Gleichzeitig müssen wir die erneuerbaren Energien weiter konsequent ausbauen. Wer H wie Wasserstoff sagt, der muss auch A wie Ausbau der Erneuerbaren Energien sagen.“

Wie Deutschendorf erläuterte, engagiert sich Hessen bereits seit vielen Jahren für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. „In Hessen befassen sich viele Unternehmen und Hochschulen mit dem Thema. Mit Unterstützung des Landes wurden maßgebliche Beiträge zur Entwicklung dieser Technologie geleistet, etwa die weltweit ersten Brennstoffzellen zur Energieversorgung in einem Rechenzentrum und in einem Krankenhaus. Von 2023 werden Brennstoffzellen-Züge auf den nicht-elektrifizierten Gleisen des Taunusnetzes die bisherigen Dieselloks ersetzen – in dieser Dimension einzigartig auf der Welt.“

Der auf dem Hessischen Brennstoffzellen-Forum vorgestellte Strategie-Entwurf beschreibt, wie Hessen diese Ansätze in den in den kommenden Jahren weiterentwickeln und damit – anknüpfend an die Nationale Wasserstoffstrategie - zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beitragen wird. „Eine der wesentlichen Fragen ist, welchen besonderen Akzent Hessen auf diesem Gebiet setzen kann“, sagte Deutschendorf. „Als Standort von Deutschlands größtem Flughafen haben wir natürlich besonderes Interesse daran, dass der Flugverkehr CO2-neutral wird. Wir werden deshalb weiter an einer Pilotanlage für synthetischen Treibstoff arbeiten, der als Grundlage erhebliche Mengen Wasserstoff braucht.“ 

Zur engen Koordinierung und Steuerung der Vorhaben sieht der Entwurf den Aufbau einer Landesstelle Wasserstoff vor. Weitere Themen sind Weiterbildung, Technologietransfer und Förderung. Unter anderem soll Hessen sich für Pilotprojekte zur dezentralen Wasserstofferzeugung und zur Entwicklung der Speicher- und Transportinfrastruktur einsetzen. Ferner soll die Beschaffung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen im Öffentlichen Personennahverkehr unterstützt werden. 

Mitgewirkt an der Ausarbeitung hat ein Fachbeirat mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft. Der Entwurf geht nun zur weiteren Beteiligung u.a. an die Branchenverbände und Vertreter der Energie- und Wasserstoffwirtschaft.



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