Pürsün: "Landesregierung weiß nicht, wer die Ungeimpften sind"

Hessen
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„Eine hohe Impfquote ist und bleibt der Weg aus der Corona-Krise. Umso erschreckender ist es, dass die Landesregierung so gut wie keine Informationen darüber hat, wer eigentlich ungeimpft ist“, erklärt Yanki Pürsün, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, nach der Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses des Landtags am Mittwoch.

Die Freien Demokraten hatten mit einem Dringlichen Berichtsantrag unter anderem zum Stand der Impfungen und zur Situation der Kliniken nachgefragt und seien "ernüchtert" angesichts der Antworten der Landesregierung. „Auf der einen Seite werben der Ministerpräsident und der Gesundheitsminister für eine Impfpflicht, auf der anderen Seite weiß ihre Regierung nicht über die Gruppe der Ungeimpften Bescheid und hat es in der Folge versäumt, die Impfaktionen an Bedarf und Zielgruppen anzupassen sowie die erforderlichen Booster-Impfungen solide vorzubereiten. Wenn impfwillige Menschen stundenlang in Warteschlangen stehen oder erst einen Impftermin in einigen Monaten bekommen, läuft offenkundig etwas falsch“, erklärt Pürsün. „Ebenso wenig weiß die Landesregierung über die Zahl der nicht nutzbaren Intensivbetten Bescheid. Auch das darf im Jahr zwei der Corona-Krise nicht passieren.“

Er fordert die Landesregierung daher auf, die "Fehler für die aktuellen Infektionszahlen nicht bei anderen" zu suchen. „Sie hat es selbst in der Hand, ausreichend Impfstoff zu bestellen, niedrigschwellige Impfaktionen für jedermann in die Wege zu leiten sowie Maßnahmen zur Kontaktreduzierung zu beschließen.“