Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz

Hessen
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„Der Runde Tisch Landwirtschaft und Naturschutz hat am 6. September 2021 die wichtige Kooperationsvereinbarung für mehr Natur-, Umwelt, und Klimaschutz in der Agrarlandschaft geschlossen. Mit dem Haushalts-Änderungsantrag, der zusätzliche 15 Millionen Euro veranschlagt, legen wir einen wichtigen Grundstein, damit diese Vereinbarung auch umgesetzt werden kann“, sagen die agrarpolitische Sprecherin der CDU und der agrarpolitische Sprecher der GRÜNEN, Lena Arnoldt und Hans-Jürgen Müller.

Die zusätzlichen Finanzmittel sollen unter anderem ermöglichen, dass auf mehr Flächen Agrarumweltmaßnahmen durchgeführt werden, sie sollen den Bedarf des Naturschutzes berücksichtigen und auch den Landwirtinnen und Landwirten eine planbare und wirtschaftlich tragfähige Umsetzung ermöglichen. Die Förderung des Arten- und Biotopschutz im Offenland muss hierbei zielgerichtet beworben werden und eine angemessene Finanzierung bieten, um die notwendigen Anteile von Rückzugsflächen für Tiere und Pflanzen zu erreichen.

Die Kooperationsvereinbarung ist für den Erhalt von Artenvielfalt und Lebensräumen essentiell. „Insektenschutz ist sehr wichtig, nicht nur, wenn es um die notwendige Bestäubung der Pflanzen geht. Hier ist vor allem eine Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln der zentrale Punkt. Die nun ins Leben gerufene hessische Pestizidreduktionsstrategie sieht vor, dass bis 2030 der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Vergleich zu heute um 30% reduziert wird. Dafür brauchen wir ein Demonstrationsbetriebsnetzwerk und gute Informationskampagnen, damit die Umsetzung in den Betrieben so gelingen kann, dass trotz der Reduzierung gute Erträge erzielt werden können“, so Arnoldt und Müller.

„Das gesamte Maßnahmenpaket aus Insektenmonitoring, Umsetzung der Artenhilfskonzepte, Bildung regionaler Schwerpunkte, Biodiversitätsberatung, Evaluierung sowie Monitoring der Fließgewässer und Messung der Erfolge der Kooperation im Bereich Pflanzenschutzmittel und den Demonstrationsbetrieben wird mit den zusätzlichen Mitteln zu einem guten Zusammenwirken aller Beteiligten und zur Stärkung des Naturschutzes führen. Gleichzeitig erreichen wir mit unseren Maßnahmen die noch bessere Honorierung der Naturschutzmaßnahmen durch die heimische Landwirtschaft.“