Hessen unterstützt ukrainische Kinder

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Angesichts des völkerrechtswidrigen Überfalls Russlands auf die Ukraine und die dadurch ausgelöste Fluchtbewegung sorgt das Land dafür, dass die Koordinierungsstelle „Kinder mit Fluchthintergrund“ nahtlos fortgeführt und weiterentwickelt wird.

So steht weiterhin für das System der Kindertagesbetreuung ein spezifisches Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Verfügung „Gerade geflüchtete Kinder aus den ukrainischen Kriegsgebieten benötigen nun vor allem Sicherheit, Stabilität, Struktur und Geborgenheit. Im Spiel mit anderen Kindern können sie ihre Fluchterfahrungen verarbeiten und unbeschwerte Stunden genießen“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose. Die Koordinierungsstelle wird von der Karl-Kübel-Stiftung im Auftrag des Landes betrieben.

Das Projekt wird bis 2025 verlängert und mit rund 404.000 Euro gefördert. Seit 2019 unterstützt das Land damit die Zielgruppe der Beratungs- und Managementebene (Trägervertretungen, Fachberatungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans und Fortbildnerinnen und Fortbildner) durch Vernetzung und Beratung zum Themenkomplex „Kinder mit Fluchthintergrund“. Themen wie Krieg, Trauma und Flucht mit dem Fokus auf geflüchtete Kinder und Familien werden so in der Kindertagesbetreuung bearbeitet. Detaillierte Handlungstipps und Praxishinweise machen es möglich, Ängste und Unsicherheiten altersgerecht zu begleiten (https://soziales.hessen.de/kinder-und-jugendliche/fruehkindliche-bildung/mama-was-ist-krieg).

„Die Koordinierungsstelle ‚Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung‘ hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Instanz für Kinder und Familien mit Fluchtgeschichte in Hessen etabliert. Sie ist heute wichtiger denn je, um den aktuellen Bedarfen zu entsprechen und vorurteilsbewusste und chancengerechte Strukturen zu fördern“, berichtet Dr. Katharina Gerarts, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.

Die aktuellen Entwicklungen stellen das System der Kindertagesbetreuung neben der weiter anhaltenden Ausnahmesituation durch Corona vor Herausforderungen. Nach zweijähriger Arbeit unter Pandemiebedingungen ist die Situation in den Einrichtungen angespannt. „Insgesamt ist Hessen im Bereich Kindertagesbetreuung jedoch gut aufgestellt, so dass wir für die zu erwartende Zahl geflüchteter Mütter mit Kindern aus der Ukraine gewappnet sein können“, so Minister Klose.

Einrichtungen, die aktuell einen erhöhten Förderbedarf haben, weil sie vermehrt Kinder aufnehmen, die noch kein Deutsch sprechen, können entsprechende Mittel aus dem Landesprogramm zur Sprachförderung im Kindergartenalter beantragen. Das bereits 2002 initiierte Programm fördert alltagsintegrierte Sprachfördermaßnahmen für Kinder im Kindergartenalter sowie Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher. Außerdem besteht die Möglichkeit entsprechende Modellprojekte zu fördern.

Informationen dazu finden Sie hier: https://hessenlink.de/HMSI294.

Darüber hinaus erscheint zeitnah eine kompakte Elterninformation in ukrainischer Sprache, die Eltern über das System der Kindertagesbetreuung in Hessen informiert. An 100 Standorten in Hessen stehen sofort abrufbar “Vielfalts-Taschen“ zur Verfügung, die für Teamberatungen, Fortbildungen, Veranstaltungen und individuelle Weiterbildung ausgeliehen und genutzt werden können. Thematische Schwerpunkte sind Kultursensitivität, Vorurteilsbewusstsein, Zusammenarbeit mit Familien, Demokratie, und Gesundheit. Anfang März wurde eine erste Praxisinformation zur aktuellen Fluchtbewegung „Über Krieg sprechen“ veröffentlicht. Alle Materialien sind online unter https://www.kkstiftung.de/de/themen/familie/kinder-mit-fluchthintergrund/index.htm abrufbar. Auch die Handreichung, die das Land Hessen in Kooperation mit der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie publiziert und die alle Fragen zum Thema bündelt, ist dort zu finden.

Zeitnah plant die Landesregierung zur Unterstützung der Träger und Fachkräfte einige Veranstaltungsformate mit dem Arbeitstitel „Krieg in Osteuropa und die Auswirkungen auf die frühe Bildung“. Besonders soll der Fokus auf die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern, interkulturelle Kompetenz, sprachliche Bildung, Mehrsprachigkeit und der Umgang mit Traumatisierung gerichtet werden.

Mit den kostenlosen Modul-Fortbildungen zum Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren in Hessen werden insbesondere Fach- und Grundschullehrkräfte, aber auch Kindertagespflegepersonen und Eltern, zielgerichtet unterstützt. Ebenso werden Themen angeboten und gezielt öffentlich beworben, die sich mit Kinderrechten und dem Umgang mit Krisen befassen. Darüber hinaus bietet das Land spezielle Qualifizierungsangebote für BEP- und Schwerpunkt-Kita-Fachberatungen mit Grundlagen- und Vertiefungskursen an, damit Einrichtungen, Teams, Kinder und Familien die Herausforderungen im Sinne des BEP bewältigen. Hier sind unter BEP-Connect (https://bep-connect.de/) Themen zu finden, wie „Interkulturelle Kompetenzen in der pädagogischen Arbeit stärken“, „Kinderrechte in Kindertageseinrichtungen“, „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Familien“, Veränderungsprozesse begleiten“. Damit werden Fachberatungen für die Beratung und Begleitung von Einrichtungen gestärkt, um die kommenden Herausforderungen zu bewältigen.

Weitere Informationen zu den Angeboten des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration finden Sie hier: https://soziales.hessen.de/Kinder-und-Jugendliche/Kinderbetreuung


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