Kriminalpädagogisches Jugendprojekt „Teen Court“

Hessen
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Das kriminalpädagogische Jugendprojekt „Teen Court“ konnte trotz der Corona-Pandemie bei den Staatsanwaltschaften Limburg und Wiesbaden weitergeführt werden, ohne Schülerrichterinnen und Schülerrichter sowie Beschuldigte gesundheitlich zu gefährden.

Die sogenannten „Schülergerichte“ sind ein bewährtes Projekt, um Jugendkriminalität zu senken.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) erklärte: „Das Jugendprojekt ‚Teen Court‘ überzeugt mit erzieherischen Maßnahmen und leichten Sanktionen gegen Vergehen jugendlicher Straftäter. Wenn Jugendliche erstmals straffällig werden, ist oftmals kein förmliches Verfahren notwendig – die Staatsanwaltschaft gibt dann kleinere Vergehen an die Schülergerichte ab. Ziel des Jugendprojektes ist es, dass sich Jugendliche in einem Schülergremium mit der Tat auseinandersetzen und verstehen, dass straffälliges Verhalten nicht toleriert wird. Im Jahr 2021 wurden 103 Fälle erfolgreich abgeschlossen; 2020 waren es noch 62 Fälle. Die Gremiensitzungen fanden ausschließlich in großen Gerichtssälen statt, sodass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden konnten.“

Bei den Verfahren handelt es sich überwiegend um Diebstahlsdelikte sowie um Delikte im Bereich der Körperverletzung, Sachbeschädigung, Leistungserschleichung und Fahren ohne Führerschein. Die Projektarbeiten waren auch im Jahr 2021 sehr vielfältig und individuell. Dabei wurde auf die Aufarbeitung der Biografien ein besonderer Fokus gelegt. Eine Auseinandersetzung mit den Straftaten fand über selbst geschaffene Kunstwerke, das Verfassen von Aufsätzen und Lebensläufen sowie das Lesen von Büchern statt.

„Die ‚Teen Courts‘ sind ein etabliertes und wirksames Projekt zur Prävention von Jugendkriminalität. Sie haben sich als besonderes Instrument im Rahmen des Diversionsverfahrens gefestigt und werden als unverzichtbar für die pädagogische Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen angesehen. Das Gelingen der Schülergerichte lebt von dem Engagement der Projektleiter und des Schülergremiums, die ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Empathie mitbringen“, betonte Eva Kühne-Hörmann.


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