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Diese dient zum Schulstart insbesondere hessischen Schulen und Lehrkräften, die geflüchtete Kinder und Jugendliche über spezielle Sport-Coaches in Sportvereine vermitteln möchten. In einem gemeinsamen Schreiben von Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Sportminister Peter Beuth sind heute alle hessischen Schulen über das Landesprogramm „Sport integriert Hessen“ und das einhergehende Unterstützungsangebot informiert worden. Das Ziel des Programms ist es, Kinder und Jugendliche, die aus ihrer Heimat geflohen oder nach Hessen zugewandert sind, in die vielfältigen Angebote der hessischen Sportvereine aktiv einzubinden.

„Sport integriert Hessen wurde zusammen mit der Sportjugend Hessen geschaffen, damit Flüchtlinge in Hessen einen unbekümmerten und möglichst einfachen Weg in unsere Sportvereine finden und Integration besser gelingen kann. Rund 300 Sport-Coaches sind dabei in ganz Hessen als lokale Türöffner, Vermittler und kompetente Ansprechpartner im Einsatz, um Menschen in Sportvereine zu integrieren. Sportvereine leisten einen enormen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, weil sie auch soziale Orte sind, an denen neben Spiel und Spaß auch Werte und solidarisches Miteinander vermittelt werden. Auch unsere hessischen Schulen leisten einen unverzichtbaren Beitrag, damit geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in unserem Bundesland ankommen können. Schulen sind für sie dabei nicht nur Orte des Lernens, Erlebens und Verstehens, sondern geben ihnen auch die Gelegenheit, unter Gleichaltrigen Distanz zu den Schrecken des fürchterlichen Krieges gewinnen zu können. Lernen und Integration hören nicht am Schultor auf, deshalb ist es umso wichtiger, hier gesamtheitlich anzusetzen. Das Landesprogramm ‚Sport integriert Hessen‘ ist ein großartiger Baustein, um die Verbindung zwischen Schulwesen und gesellschaftlichem Engagement weiter zu verbessern und dabei das großartige Engagement der Lehrerinnen und Lehrer zu unterstützen“, so Sportminister Peter Beuth (CDU) und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz (CDU).

Ukrainische Nachwuchsleistungssportler werden ins Sportsystem integriert

Als Reaktion auf den hohen Zustrom ukrainischer Staatsbürgerinnen und -bürger hat das Hessische Sportministerium die Richtlinien für die Landeskaderförderung angepasst. So können Nachwuchstalente aus der Ukraine den Mitgliedern des hessischen Landeskaders bei sportlicher Eignung gleichgestellt werden. Vereinen und Verbänden wird es damit ermöglicht ukrainische Nachwuchsleistungssportler einfacher am Training, Trainingslagern oder Wochenendmaßnahmen teilhaben zu lassen. Die sportmedizinische Betreuung und sportärztliche Untersuchungen der ukrainischen Athletinnen und Athleten werden ebenso durch die Sportklinik Frankfurt abgedeckt.

„Unter den Hunderttausenden, die sich aus der Ukraine nach Deutschland bereits gerettet haben, befinden sich auch zahlreiche Sporttalente. Ihre Träume und Potentiale wollen wir trotz der fürchterlichen Umstände in ihrem Heimatland auch hier weiter fördern und unterstützen. Die Hessische Landesregierung möchte den jungen Menschen in unserem Land wieder eine Perspektiven eröffnen und ihnen hierüber ein Stück Halt und Sicherheit in schwierigen Zeiten geben. Sie könnten schon bald die Repräsentanten der Ukraine auf der Bühne des Weltsports sein – Solidarität bedeutet daher, dass wir sie gleichberechtigt in unserem Sportsystem integrieren“, sagte Sportminister Peter Beuth.

Hintergrund: „Sport integriert Hessen“

Um die integrative Kraft des Sports vor Ort zu stärken und gleichzeitig die hohe Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich im Bereich der Flüchtlingsarbeit zu engagieren, zu unterstützen, hat die Hessische Landesregierung 2016 das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen aufgesetzt. Neben Sport- und Bewegungsangeboten von Sportvereinen und anderen Institutionen wurde insbesondere der Einsatz von Sport-Coaches für die Flüchtlingsarbeit gefördert. Diese stellen den Kontakt zwischen Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen her. In der ersten Zeit begleiten sie Flüchtlinge zu Sportangeboten. Seit 2019 wurden darüber hinaus Ausbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen sowie die Aufwandsentschädigung für einen Sport-Coach mit persönlicher Zuwanderungsgeschichte im Rahmen des „Sport-Coach-Tandems“ gefördert. Städte und Gemeinden, die am Landesprogramm teilnehmen, können eine Pauschalförderungen von bis zu 40.000 Euro erhalten.

Im Rahmen des Programms wurden seit 2016 mehr als 1.300 Förderungen mit einem Gesamtvolumen von mehr als zwölf Millionen Euro bewilligt. 296 hessische Gemeinden haben in den letzten sechs Jahren an dem Förderprogramm teilgenommen. 2018 wurde das bundesweit einmalige Förderprogramm mit dem #BeInclusive Sport Award der Europäischen Union ausgezeichnet.

Seit dem Jahr 2022 wird das Programm unter dem Titel „Sport integriert Hessen“ fortgeführt. Neben Geflüchteten können nun auch Menschen mit Migrationshintergrund sowie sozial benachteiligte Personen vom Sportförderprogramm des Landes Hessen profitieren.

Weitere Informationen zu „Sport integriert Hessen“ sowie zur Anpassung der Landeskaderförderung sind über die zugehörigen Verlinkungen zu finden.


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