Neue Wölfin im Werra-Meißner-Kreis nachgewiesen

Hessen
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Mithilfe der genetische Analyse einer Kotprobe aus dem Werra-Meißner-Kreis konnte ein neues Wolfsindividuum in Hessen identifiziert werden.

Möglich war dies dank einer aufmerksamen Spaziergängerin, die ihren Fund an den zuständigen Wolfsberater meldete.

Das weibliche Tier mit dem Laborkürzel GW2407f wurde im letzten Jahr im Wolfsterritorium Billenhagen in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Für Hessen handelt es sich um den Erstnachweis dieses Tiers. Wölfe begeben sich meist im zweiten Lebensjahr auf Partnersuche und wandern aus dem elterlichen Rudel ab, um sich ein eigenes Territorium zu suchen. Im Rahmen des Wolfsmonitorings des WZH/HLNUG werden regelmäßig Informationen gesammelt, ob nach Hessen einwandernde Wölfe weiterziehen oder hier sesshaft werden. Ob die Wölfin eine Durchzüglerin ist oder ob sie sich in Hessen niederlässt, wird daher im Rahmen des Wolfsmonitorings untersucht.

Weitere Neuigkeiten gibt es aus dem länderübergreifenden Wolfsterritorium am hessisch-bayerischen Truppenübungsplatz (TÜP) Wildflecken. Hier hat eine Fotofalle im bayerischen Teil des TÜP eine Wölfin mit einem erkennbaren Gesäuge aufgenommen. Die Aufnahme gilt als Nachweis dafür, dass das dort sesshafte Wolfspaar in diesem Frühjahr Nachwuchs bekommen hat. 

Der erste Nutztierschaden in diesem Monitoringjahr wurde in Schotten im Vogelsbergkreis dokumentiert: Hier wurde am 31. Mai eine Ziege von einem Wolf gerissen. Im dortigen Umfeld sind nun alle Schaf- und Ziegenhalter/innen aufgerufen, ihre Tiere sachgerecht mit elektrifizierten Zäunen zu schützen. Über Fördermöglichkeiten berät die jeweilige Landwirtschaftsverwaltung des entsprechenden Landkreises. Darüber hinaus berät der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen zu Fragen rund um den Herdenschutz. Zusätzlich zur Förderung können Tierhalter/innen für die von Wölfen verursachten Schäden einen finanziellen Ausgleich erhalten. 

In Hessen gibt es aktuell sechs nachgewiesene Wolfsterritorien, davon ein Rudel mit Nachwuchs. In ganz Hessen ist zusätzlich mit durchziehenden Wölfen zu rechnen.