Gegen 10.20 Uhr rief zunächst ihr vermeintlicher "Sohn" mit weinerlicher Stimme an. Im weiteren Verlauf übernahm ein angeblicher Polizeibeamter das Gespräch und gab in der mittlerweile gängigen Masche vor, dass der Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Nur durch die Zahlung von einem hohen Geldbetrag könne er aus dem Gefängnis freikommen. Die Betrüger wiesen die Frau an, das Telefonat über den kompletten Zeitraum nicht zu beenden. Die Täter brachten schließlich die Seniorin dazu, gegen 14 Uhr, einem angeblichen Mitarbeiter des Amtsgerichtes Frankfurt Schmuck und Münzen zu übergeben, während sie weiterhin mit dem angeblichen Polizeibeamten telefonierte. Anschließend ordnete der Anrufer eine zweistündige Schweigepflicht an. Erst als die Dame ihren Sohn nach zwei Stunden anrief, bemerkte sie den Betrug.

Die Ermittler vom Fachkommissariat Bandenkriminalität raten daher: "Wenn am Telefon eine angebliche Notlage geschildert wird, die Rede von "Unfall" und "Kaution" ist, sollte man hellhörig werden. Die Beamten raten in solchen Fällen, das Telefonat sofort zu beenden und die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Eine der wichtigsten Regeln: Übergeben Sie niemals Wertsachen oder Bargeld an Fremde! Im aktuellen Fall wird der Abholer als etwa 40 Jahre alt und 1,70 Meter groß mit dunkelbraunen Haaren beschrieben. Er trug eine dunkle Jeans sowie einen schwarzen Mundschutz und hatte einen bunten Rucksack dabei. Die Kripo bittet Anwohner oder Passanten, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Nelkenstraße/Tulpenstraße /In der Plattenhecke gesehen haben, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 zu melden. Zudem rät die Kriminalpolizei:

- Die Täter versuchen gezielt, durch schockierende Aussagen eine Stresssituation bei den Opfern zu erzeugen. Meist wird angegeben, ein Bekannter oder Verwandter habe einen Verkehrsunfall mit einem Todesopfer verursacht. Zudem halten sie ihre Opfer am Telefon und setzten diese erheblich unter Druck.

- Übergeben Sie kein Geld, Gold oder Wertsachen an Menschen, die Sie nicht kennen.

- Weitere hilfreiche Präventionstipps erhalten Sie bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südosthessen unter der Servicenummer 069 8098-2424.


Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2