Erinnerungen an Walter Wallmann

Hessen
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Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat den früheren Hessischen Ministerpräsidenten Walter Wallmann (CDU), der am 24. September 90 Jahre alt geworden wäre, als weltoffenen Politiker mit Weitsicht gewürdigt.

Wallmann war nicht nur der erste Bundesumweltminister in Deutschland, sondern auch Frankfurter Oberbürgermeister und Träger der Wilhelm Leuschner-Medaille sowie des Hessischen Verdienstordens. „Walter Wallmann war ein großartiger Politiker. Er hatte stets ein klares Ziel vor Augen und gestaltete Politik mit Weitsicht für die Menschen. Wie kein anderer steht Walter Wallmann dafür, dass Politik etwas bewirken und zum Guten verändern kann. Politik war sein Leben“, sagte Ministerpräsident Rhein und verwies auf die Verdienste des gelernten Juristen für die Stadt Frankfurt. Wallmann wurde am 24. September 1932 in Uelzen geboren und verstarb am 21. September 2013 in Frankfurt am Main.

„Walter Wallmann hat als Frankfurter Oberbürgermeister die Stadt zu dem gemacht, was sie heute ist. Eine liebenswerte Stadt, in die Touristen aus der ganzen Welt strömen. Die heutige Lebensqualität wurzelt maßgeblich in der Zeit als Walter Wallmann Verantwortung trug.“ Der Ehrenbürger Frankfurts setzte sich in seiner Amtszeit von 1977 bis 1986 unter anderem für den Wiederaufbau der Fachwerkhäuser auf dem Römerberg und die Flughafenerweiterung ein und unterstützte die Bürgerinitiative zur Wiederherstellung der Alten Oper zu einem Konzert- und Veranstaltungsgebäude. Außerdem sorgte Wallmann für die Sanierung des Frankfurter Bahnhofsviertels und legte den Grundstein für das Museumsufer.

Aufgrund seines Politikstils wurde der Träger des Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl im Jahr 1986 als Reaktion auf die Katastrophe von Tschernobyl zum ersten Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ins Kabinett berufen. Als Umweltminister warb Wallmann für Offenheit gegenüber neuen Energien, auch wenn er an der Kernkraft festhielt.

Bewegende Momente der deutschen Geschichte fielen in seine Amtszeit

1987 wurde Wallmann zum ersten christdemokratischen Ministerpräsidenten in Hessen gewählt und führte die erste bürgerliche Koalition aus CDU und FDP für vier Jahre an. „Walter Wallmann war in einer sehr bewegenden Zeit Hessischer Ministerpräsident. Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung bestimmten auch die hessische Politik. Das Land Hessen leistete nach der Wende wichtige Aufbauhilfe für das Nachbarland Thüringen. Unter Ministerpräsident Walter Wallmann wurde Hessen durch ein Hilfsprogramm für Thüringen zu einem Motor des Aufbaus Ost“, sagte Rhein. Zudem seien in der Ära Wallmann wegweisende Entscheidungen getroffen worden: So habe die damalige Landesregierung die Direktwahl der Landräte und Bürgermeister eingeführt. „Durch sein umfangreiches Wirken zum Wohle der Gesellschaft hat Walter Wallmann vielerorts sichtbare Spuren hinterlassen.“


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