Land soll Hochschulen mehr Geld geben

Hessen
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Angesichts der extremen Preissteigerungen bei Energie und anderen Gütern fordert die Gewerkschaft ver.di zusätzliche finanzielle Unterstützung für die hessischen Hochschulen durch das Land.

„Die Budgets und Landeszuschüsse an die hessischen Hochschulen sind ausgehandelt worden, als die aktuellen Kostensteigerungen längst noch nicht absehbar waren. Sie müssen kurzfristig an die Entwicklung angepasst werden, die Landesregierung darf die hessischen Hochschulen in dieser dramatischen Situation nicht im Regen stehen lassen“, erklärt Gabriel Nyč, der bei ver.di in Hessen für Hochschulen zuständig ist. „Beschäftigte und Studierende brauchen die Sicherheit, dass die Energiekrise nicht zur Krise der Hochschulen wird.“ Brisant sei die Situation insbesondere vor dem Hintergrund der vielen befristeten Arbeitsverträge. „Wenn für die Hochschulbeschäftigten neben der Sorge um steigende Lebenshaltungskosten nun auch noch die Angst um den Arbeitsplatz kommt, schafft das große Verunsicherung, das zermürbt die Menschen“, so Nyč.

Schon in der Vergangenheit hatte ver.di die Befristungssituation an den Hochschulen kritisiert – mit bis zu 92 Prozent der wissenschaftlichen und 17 Prozent der nichtwissenschaftlich Beschäftigten sind hessische Hochschulen Befristungsspitzenreiterinnen im öffentlichen Dienst. Im Tarifvertrag 2021 hatte sich das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zum Ziel eines Ausbaus unbefristeter Stellen bekannt. Im November wollen die Tarifparteien Gespräche darüber führen, ob inzwischen Fortschritte zu verzeichnen sind.

„Die uns bekannten Zielvereinbarungen, die das Ministerium mit den Hochschulen geschlossen hat, sind leider kein Anlass für Optimismus“, sagt Mathis Heinrich, Sprecher der ver.di-Landesfachkommission Hochschulen. Die Energiekrise dürfe die wenigen, bislang vereinbarten kleinen Schritte zur Verbesserung der Situation nicht gefährden – im Gegenteil: „Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie fatal prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind. Die Zahl unbefristeter Stellen an den Hochschulen muss massiv erhöht werden, um verlässliche und innovative Forschung und Lehre zu ermöglichen“, so Heinrich. „Das Land steht in der Verantwortung, für eine auskömmliche Finanzierung zu sorgen und dies mit der Vorgabe zur Schaffung unbefristeter Stellen zu verknüpfen.“ 


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