Evangelische Kirchen eröffnen Aktion von Brot für die Welt

Von links: Brigitte Molter (Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW), Kirchenvorsteher Harald Nolte, Kirchenvorsteherin Iris Keudel, Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Dekanin Ulrike Laakmann, Oberkirchenrat Detlev Knoche (Leiter des Zentrums Oekumene), Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, Kirchenvorsteher Horst Koth, Martin Stange (Obermeister der Bäcker-Innung) in der Marktkirche Eschwege. Bildhinweis: medio.tv/schauderna

Hessen
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Die Menschen in den Blick zu nehmen, die unter der Klimakrise am meisten leiden – dazu rufen die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemeinsam auf.

Mit einem Festgottesdienst haben sie am Sonntag, 27. November, in Eschwege (Werra-Meißner-Kreis) die diesjährige Spendenaktion von Brot für die Welt eröffnet. Seit mehr als sechs Jahrzehnten wird zu Weihnachten für das evangelische Hilfswerk gesammelt, in diesem Jahr unter der Überschrift „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“. Die Aktion wirbt für Klimagerechtigkeit. Mit konkreter Hilfe vor Ort sollen Menschen in Bangladesch, Burkina Faso und vielen weiteren Ländern unterstützt werden, um mit den Wetterextremen besser zurecht zu kommen und ihr Überleben zu sichern.

Klimawandel trifft die Ärmsten am stärksten

„Die 64. Aktion von Brot für die Welt führt uns mitten hinein in die beklemmenden Fragen und Erfahrungen unserer Zeit“, sagte Bischöfin Dr. Beate Hofmann und stellte fest: „Der Klimawandel trifft die Menschen, die am wenigstens zur Klimaerwärmung beitragen, am stärksten.“ Millionen Menschen seien in den Entwicklungsländern in ihrer Existenz bedroht, ergänzte Oberkirchenrat Detlev Knoche, der Leiter des Zentrums Oekumene von EKHN und EKKW. Er mahnte: „Es ist höchste Zeit gemeinsam zu handeln“. Durch Brot für die Welt werden Kleinbauern vor Ort in umweltfreundlichen und effizienten Anbaumethoden geschult und mit dürre- und salzresistentem Saatgut ausgestattet, erläuterte Knoche. Durch Wissensaustausch profitierten viele Familien langfristig gesundheitlich und wirtschaftlich. Spendengeld helfe, innovative Ideen und Konzepte zu fördern.

Klima, Armut und Frieden hängen zusammen

„In diesem Jahr haben wir ja ganz eindrücklich und konkret erlebt, wie Klima, Armut und Frieden zusammenhängen“, sagte Bischöfin Hofmann vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und dessen Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise weltweit. Aktionen wie Brot für die Welt leisteten im Kampf gegen den Hunger wirksame Hilfe. Ausreichend sei dies aber nicht: „Das, was wir für Klimaschutz tun, ist höchstens lau, auch wenn die Kirchen kalt und die Büros kühler als sonst sind“, so die Bischöfin in ihrer Predigt (Offb 3, 15-16). Dies führten die Klimaprotestler „mit ihren tollkühnen und manchmal auch irrsinnigen und Recht brechenden Aktionen deutlich vor Augen“, so Hofmann. „Ihr verzweifelter Ruf klingt wie ein Echo des biblischen Textes“, der seinerseits zur Umkehr aufrufe. „Still werden, genau hinsehen, wo es Menschen schlecht geht und wo sie Hilfe brauchen“ – auch das gehöre zum Advent, machte die Bischöfin deutlich. „Jede Hilfeleistung, jedes Zeichen von Verbundenheit, jeder Schritt zum Frieden, jeder Beitrag zu Gerechtigkeit lässt etwas aufscheinen vom Reich Gottes, auf das wir warten.“

Lateinamerikanische Musik

Mitwirkende am Festgottesdienst in Eschwege waren unter anderem Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, Dekanin Ulrike Laakmann, Harald Nolte und Horst Koth vom Kirchenvorstand sowie Martin Stange, Obermeister der Bäcker-Innung Werra-Meißner. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch ein Ensemble der Kantorei Eschwege unter der Leitung von Bezirkskantorin Susanne Voß. Im Mittelpunkt stand die Weihnachtskantate „Navidad nuestra“ von Ariel Ramírez. „Die Liedtexte verbinden die Geburt Jesu eng mit der Natur“, erläuterte Pfarrerin Repp-Jost.

Abschluss der 5000-Brote-Aktion

Die diesjährige 5000-Brote-Aktion hat in dem Gottesdienst ihren Abschluss gefunden. Inzwischen beteiligen sich nahezu alle Landeskirchen an der Kampagne. Konfirmandinnen und Konfirmanden backen – in der Regel in Kooperation mit Bäckereien – Brote, die sie dann gegen eine Spende an Gottesdienstbesucherinnen und -besucher abgeben. In diesem Jahr werden damit Projekte in Myanmar, Malawi und Paraguay unterstützt.

Hintergrund: Brot für die Welt

1959 rief die Evangelische Kirche erstmals unter der Aktion Brot für die Welt zu Spenden im Kampf gegen Hunger und Armut auf. Aktuell fördert das Hilfswerk mehr als 1.800 Projekte in 90 Ländern. Schwerpunkte sind die Überwindung von Hunger und Armut, die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit.

Mehr zur 64. Aktion gibt es im Internet unter: https://www.brot-fuer-die-welt.de/gemeinden/einewelt-einklima-einezukunft/aufruf-zur-64-aktion/

Die Kollekten an Heiligabend sind in den evangelischen Kirchengemeinden traditionell für Brot für die Welt bestimmt. Das Hilfswerk weist zusätzlich auf die Online-Spendenmöglichkeit hin.

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Von links: Brigitte Molter (Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW), Kirchenvorsteher Harald Nolte, Kirchenvorsteherin Iris Keudel, Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Dekanin Ulrike Laakmann, Oberkirchenrat Detlev Knoche (Leiter des Zentrums Oekumene), Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, Kirchenvorsteher Horst Koth, Martin Stange (Obermeister der Bäcker-Innung) in der Marktkirche Eschwege. Bildhinweis: medio.tv/schauderna


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