Hessen fördert E-Lastenradverleihsystem für Marburg

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Klimaschutzministerin Priska Hinz (Grüne) hat der Bürgermeisterin der Stadt Marburg, Nadine Bernshausen (Grüne), 250.000 Euro Förderung für ein E-Lastenradverleihsystem überreicht.

20 Räder, zwei Ersatzräder und zehn Ladestationen mit vollautomatisierter Ausleihe und Rückgabe sowie ebenso vollautomatischer Ladung – mit dieser Ausstattung soll das neue E-Lastenrad-Verleihsystem in Marburg starten. Für das Laden der E-Lastenräder wird ausschließlich Ökostrom verwendet. Zukünftig sind Photovoltaik-Dächer für die Stellplätze angedacht.

„Wir machen Hessen klimaneutral. Dafür brauchen wir eine Veränderung bei der Mobilität. Mit einem E-Lastenradverleihsystem bekommen Marburgerinnen und Marburger eine komfortable Möglichkeit, klimafreundlich unterwegs zu sein. Gerne haben wir dieses zukunftsweisende Projekt gefördert“, sagte Umweltministerin Priska Hinz.

Klimafreundliche Mobilität vernetzen

Geplant als ein flexibles System, soll das Lastenradverleihsystem nach Bedarf ausgebaut und mit weiteren klimafreundlichen Mobilitäts- und Sharingangeboten kombiniert werden. Langfristiges Ziel ist es, die gemeinsame und langfristige Nutzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote zu ermöglichen. „Der Zugang zu umweltfreundlichen Mobilitätsformen und deren Vernetzung mit dem ÖPNV in der Stadt sind wesentliche Maßnahmen um weitere CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zu senken. Das ist wichtig, um unsere Klimaziele zu erreichen“, betonte die Ministerin.

„Mit dem kommunalen Lastenradverleihsystem ergänzen wir die städtische Förderung von Lastenrädern, Fahrradanhängern und E-Bikes und integrieren die soziale Komponente in die Mobilitätswende. Nicht alle haben die nötigen Mittel zur Anschaffung CO2-armer Mobilitätsangebote. Lastenräder sind groß und benötigen Platz. Daher werden wir versuchen, die Stationen möglichst zentral und leicht erreichbar zu planen,“ sagte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen.

Teil des Marburger Klima-Aktionsplans

Das Projekt ist Teil des Klima-Aktionsplans 2030, mit welchem die Universitätsstadt Marburg bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden möchte. Laut Klima-Aktionsplan verursacht der Verkehrssektor etwa ein Fünftel (150.000 t CO2) der C02-Emissionen in Marburg. Die Stadt unterstützt über das seit Juni 2020 bestehende Förderprogramm für Elektro-Fahrräder und Elektro-Lastenräder auch Einzelpersonen. Das E-Lastenrad bietet für Privatpersonen und Gewerbetreibende die Möglichkeit, schwere Güter ohne eigenes Auto zu transportieren. Aufgrund der hügeligen Topographie ist in Marburg ein motorisierter Antrieb, speziell beim Transport von Lasten, unabdingbar. Zwischen dem Zentrum im Marburger Lahntal sowie den Wohnstandorten auf den umliegenden Hügeln müssen Höhenunterschiede von mehr als 100 Metern überwunden werden.

Hintergrund

Mit der Klimarichtlinie werden seit 2016 Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen hessischer Kommunen gefördert. Maßnahmen von Kommunen, die Teil des hessischen Bündnisses der Klima-Kommunen sind, werden mit 90 Prozent gefördert.

Neben dem Aufbau von Verleihsystemen wird auch die Anschaffung von (E-)Lastenfahrrädern, (E-)Fahrrädern und E-Tretrollern im innerkommunalen Gebrauch gefördert. Bisher wurden über die kommunale Klimarichtlinie 43 Projekte für den Aufbau von Verleihsystemen oder die Anschaffung für den Gebrauch in der Kommune mit rund 1,8 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt. Insgesamt wurden über die Klimarichtlinie von 2016 bis 2021 bereits

230 kommunale Vorhaben zum Klimaschutz und der Klimaanpassung mit einem Fördervolumen von über 18 Millionen Euro bewilligt. Weitere Informationen unter: https://umwelt.hessen.de/klimaschutz/klimarichtlinie


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