„Reaktivierung von Eisenbahnstrecken muss schneller gehen!“

Bildquelle: Regionalverband FrankfurtRheinMain

Hessen
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„Die Schiene ist und bleibt das Rückgrat der Mobilität. Natürlich aus Klima- und Energie-Gründen, aber insbesondere auch aus verkehrlichen Überlegungen. Die Reaktivierung von Schienenstrecken und Gleisanschlüssen ist daher notwendig und muss dringend schneller gehen“, formulierte Rouven Kötter, Mobilitätsdezernent des Regionalverbands, bei der Begrüßung der rund 40 Teilnehmenden von „Treffpunkt Schiene“ sehr deutlich.

„Ohne einen verlässlichen, umfangreichen und bezahlbaren Schienenverkehr werden wir die Herausforderungen der Mobilität der Zukunft nicht bewältigen können. Die Schiene nutzt der Wirtschaft und den Menschen in der Region.“

„Reaktivierung von Eisenbahnstrecken“ lautete daher das Thema des „Treffpunkts Schiene“, zu dem der Regionalverband FrankfurtRheinMain kürzlich einlud. Dabei diskutierten Fachleute von Kommunen, Nahverkehrsorganisationen, Industrie- und Handelskammern, Hochschulen, Regierungspräsidien und vom Land Hessen, wie sich die regionale Schieneninfrastruktur weiterentwickeln und ausbauen lässt.

Dr. Martin Henke vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) skizzierte in seinem Vortrag Erfolgsfaktoren zur Aktivierung von Eisenbahnstrecken. Demnach seien verkehrliche, städtebauliche, raumordnerische und touristische Faktoren sowie die Netzwirkung abseits der rein wirtschaftlichen Betrachtung mit einzubeziehen, wenn über eine Reaktivierung entschieden werde.

Dass die Kommunen in Hessen eine besonders wichtige Rolle bei der Reaktivierung von Eisenbahnstrecken spielen, betonte Anke Münker-Tiedge vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. In vielen anderen Bundesländern sei die jeweilige Landesinstitution verantwortlich. Münker-Tiedge verwies auf Regionalisierungsmittel für den Zugverkehr, die Mobilitätsförderrichtlinie und die Richtlinie zu Fördermitteln für den Schienengüterverkehr des Landes Hessen. Diese fördere auch Machbarkeitsstudien für die Aufnahme des Güterbetriebes auf der Schiene, Anlaufstelle sei Hessen Mobil.

Tobias Träxler vom Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) stellte das Beispiel der Taunusbahn Brandoberndorf-Bad Homburg vor. Der VTH wurde gegründet, um die Taunusbahn vor der Auflassung zu retten. Seit Anfang der 1990er-Jahre nahm die die Nachfrage von seinerzeit prognostizierten 1.500 Fahrgästen je Tag auf mittlerweile über 10.000 zu. Mit der aktuell anstehenden Elektrifizierung sollen weitere 3.000 täglich hinzukommen.

Das Fazit des „Treffpunkts Schiene“: Die Rahmenbedingungen für Reaktivierungen von Bahnstrecken sind günstig. Die in Hessen starke kommunale Verankerung des ÖPNV sollte Anlass für Kommunen sein, sich dem Thema „Reaktivierung von Bahnstrecken“ zu nähern und dabei auch „Verbündete“ wie überörtliche Akteurinnen und Akteuren und Abgeordnete einzubeziehen, um etwas zu bewirken.

Dabei steht Regionalverband FrankfurtRheinMain gern als Partner zur Verfügung. In dem Zusammenhang ist insbesondere der Regionale Schienencoach Michael Roggenkamp zu nennen, der im Auftrag des Regionalverbands Mitgliedskommunen und Unternehmen zu Themen rund um Schiene, Eisenbahnstrecken-Reaktivierung sowie Transportkonzepte für die Verlagerung auf die Schiene informiert und unterstützt.


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