Hanau News

Da der fur die Entsorgung ortlich zustandige Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstrase (ZAKB) uber keine eigene Deponie zur Ablagerung mineralischer Abfalle verfugt, hat dieser beim Regierungsprasidium Darmstadt einen Antrag zur Mitbenutzung einer Deponie gestellt. Diesem wird stattgegeben, nachdem alle Alternativen und auch die Einwande sehr sorgfaltig gepruft worden sind und keine Zweifel an der Ungefahrlichkeit der freigemessenen Abfalle bestehen. Die Deponie Buttelborn befindet sich noch bis zum Jahr 2030 in der Ablagerungsphase und erfullt als Deponie der Klasse II die erforderlichen Sicherheitsstandards fur mineralische Abfalle. Bei dem Abfall handelt es sich um 3.200 Tonnen grostenteils Beton, aber auch Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik. Sie durchlaufen ein strenges Freigabeverfahren: Liegen die ermittelten Werte unter der Grenze von 10 Mikrosievert, wird dieser freigemessene Abfall aus dem Atomrecht entlassen und muss auf einer dafur geeigneten Deponie abgelagert werden. Eine sofortige Vollziehung wurde nicht angeordnet.

Spezifische Freigabe nach 10-Mikrosievert-Konzept

Fur freigemessene Abfalle gilt nach dem Atomgesetz das 10-Mikrosievert-Konzept, das in der Strahlenschutzverordnung geregelt ist. Dabei handelt es sich um ein international anerkanntes Konzept, wonach die Strahlenexposition durch freigegebene Stoffe den Bereich von 10 Mikrosievert (μSv) pro Einwohner und Jahr nicht uberschreiten darf. Diese Dosis liegt sowohl weit unterhalb der durch naturliche radioaktive Strahlung bedingten Strahlenbelastung als auch unterhalb der Strahlungspegel, die zeitweise im Alltag auftreten. So liegt die naturliche Strahlenbelastung für Einwohnerinnen und Einwohner in Deutschland durchschnittlich bei 2.100 Mikrosievert pro Jahr.

Mehrfache Sicherung von Deponien nach Multibarrierenkonzept

In Deutschland ist ein Stand der Technik definiert, der die in einer Deponie abgelagerten Abfalle und deren Schadstoffe sicher und dauerhaft einschliest. Deponien ab der Klasse I haben eine mehrfache Sicherung (Multibarrierenkonzept). Naturliche Standorteigenschaften (geologische Barriere), eine Abdichtung unterhalb des Ablagerungsbereichs (Basisabdichtung), strenge Anforderungen an die Eigenschaften des deponierten Abfalls (innere Barriere) und eine oberhalb der abgelagerten Abfalle aufzubauende Abdeckung (Oberflachenabdichtung) ermoglichen es, dass der Abfall sicher eingekapselt ist. Die Betreiber von Deponien haben umfangreiche gesetzliche Vorgaben zu erfullen, deren Einhaltung von den zustandigen Behorden regelmasig kontrolliert wird. Fur die spezifisch freigebbaren mineralischen Abfalle aus dem Ruckbau des Kernkraftwerkes Biblis sind fur die Deponierung zusatzliche Masnahmen wie eine staubarme Anlieferung der Abfalle und die Bundelung der Anlieferungen auf wenige Tage im Jahr vorgesehen.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Kreiswerke Main-Kinzig

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2