Tourismus noch nicht von Corona-Pandemie erholt

Hessen
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Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigen auf einer Themenseite im Statistikportal, wie sich die Corona-Pandemie auf den Tourismus in Deutschland ausgewirkt hat. Anlässlich des Welttourismustags am 27. September werfen wir einen Blick darauf, wie sich der hessische Tourismus während der Pandemie-Jahre entwickelte und welche regionalen Besonderheiten sich dabei zeigten.



2019, im Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, hatte der hessische Tourismus ein Rekordjahr verzeichnet: 35,6 Millionen Gästeübernachtungen ergaben einen Allzeit-Höchststand für die Branche. Nach Ausbruch der Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 schränkten umfassende Corona-Schutzmaßnahmen den Reiseverkehr massiv ein: Der hessische Tourismus zählte mit 18,5 Millionen nur noch die Hälfte an Übernachtungen (minus 48,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen von diesem Rückgang waren der Landkreis Groß-Gerau (minus 59,4 Prozent) und die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main (minus 62,1 Prozent).

Nachdem sich die Pandemie-Lage im Laufe des Jahres 2021 zeitweise ein wenig entspannt hatte und Reisebeschränkungen gelockert wurden, konnte der hessische Tourismus in der zweiten Jahreshälfte wieder ein wenig Fahrt aufnehmen, sodass mit 18,8 Millionen Übernachtungen zum Jahresabschluss das Niveau von 2020 beibehalten werden konnte. Die deutlichsten Verluste im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr zählten weiterhin die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main (minus 61,2 Prozent gegenüber 2019), der Landkreis Groß-Gerau (minus 63,1 Prozent) sowie der Main-Taunus-Kreis (minus 59,9 Prozent).

Trotz des Wegfalls von Corona-Beschränkungen erreichte der hessische Reiseverkehr auch im Jahr 2022 noch nicht das Niveau von 2019: 29,8 Millionen Gästeübernachtungen bedeuteten ein Minus in Höhe von 16,4 Prozent gegenüber 2019. Lediglich die kreisfreie Stadt Darmstadt (plus 0,8 Prozent) und der Landkreis Limburg-Weilburg (plus 3,5 Prozent) wiesen eine leicht positive Bilanz auf. Die Gästeübernachtungen im Landkreis Groß-Gerau befanden sich hingegen immer noch um ein Drittel (minus 33,2 Prozent) unter dem Niveau von 2019. Auch der Landkreis Offenbach (minus 25,0 Prozent), der Landkreis Bergstraße (minus 24,3 Prozent) und die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main (minus 20,3 Prozent) zählten im Jahr 2022 deutlich weniger Gästeübernachtungen als 2019. Der hessische Tourismus hat sich folglich noch nicht von den Folgen der Corona-Pandemie erholt. Darauf weist auch die aktuelle Halbjahresbilanz hin: Im ersten Halbjahr 2023 meldeten die Beherbergungsbetriebe 15,8 Millionen Gästeübernachtungen und damit 6,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019.

 


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