Monitoring zu Bildung, Gesundheit, Kinderbetreuung und Pflege

Hessen
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Wie ist es um die soziale Infrastruktur in unserer Region bestellt? Dazu hat der Regionalverband erstmalig ein Regionales Monitoring zu ausgewählten Themen der Daseinsvorsorge in der Metropolregion FrankfurtRheinMain veröffentlicht.



Schwerpunkte der faktenbasierten digitalen Publikation bilden die Themen Kinderbetreuung und Bildung, Gesundheit und Pflege. Weitere Bereiche der Daseinsvorsorge wie Wohnen und Mobilität sind Gegenstand separater Veröffentlichungen des Regionalverbands.

„Die Auswertung der aktuellen Daten zeigen: Die demografische Entwicklung in FrankfurtRheinMain hin zu einer alternden Gesellschaft und der damit entstehende Fachkräftemangel sind die zentralen Herausforderungen für die regionale Daseinsvorsorge“, so Verbandsdirektorin Claudia Jäger und der Erste Beigeordnete Rouven Kötter zu den Ergebnissen des Monitorings.

Allein die Zahl der Pflegebedürftigen ist während der vergangenen zehn Jahre von bisher rund 164.000 auf mehr als 307.000 Personen gestiegen. Von diesen Menschen wird etwa jede sechste Person stationär in Pflegeheimen betreut. Auch, wenn dieser deutliche Anstieg zum Teil auf das in 2017 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen ist, durch das mehr Menschen Anspruch auf Pflege haben, bleibt er Folge einer alternden Gesellschaft mit Konsequenzen für die Daseinsvorsorge.

Perspektivisch lassen die aktuellen Pflegevorausberechnungen auf Ebene der Bundesländer einen weiter steigenden Versorgungsbedarf auch in FrankfurtRheinMain erwarten. Dabei sind allein im Zeitraum von 2011 bis 2021 mehr als 10.000 zusätzliche Pflegeheimplätze in der Region entstanden. Parallel fand ein Personalaufbau um 30 Prozent in der stationären und sogar um 69 Prozent in der ambulanten Pflege statt. Um die Versorgungsstrukturen in der Region noch weiter auszubauen, ist es jedoch eine zentrale Voraussetzung, weitere Pflegefachkräfte zu gewinnen.

Der demographische Wandel ist ebenso in der ärztlichen Versorgung spürbar. Das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten lag im Jahr 2022 in den Kreisen und kreisfreien Städten der Metropolregion zwischen 52,5 Jahren und 55,5 Jahren. Bundesweit beträgt der Altersdurchschnitt der Ärzteschaft 54,2 Jahre, wobei sich der Altersanstieg in den letzten Jahren abgeschwächt hat. Ein hoher Nachbesetzungsbedarf ist bei den Hausärzten zu erwarten: In Teilen der Region ist jeder fünfte Hausarzt bereits älter als 65 Jahre.

Ein anderes Themenfeld des Monitorings betrifft die Kinderbetreuung. So liegt die Betreuungsquote der unter Dreijährigen bei etwa einem Drittel – dabei gibt es allerdings große Unterschiede innerhalb der Metropolregion. Erhebungen des Deutschen Jugendinstituts zu Betreuungsbedarfen lassen auf weiterhin bestehende Bedarfslücken schließen. Seit dem Jahr 2018 sind in der Region 27.900 neue Kitaplätze (+ 10,1 Prozent) und 227 Einrichtungen entstanden. Ähnlich wie in der Pflege stellt auch in der Kinderbetreuung die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte eine grundlegende Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Angebotsstrukturen dar. 

„Die Sicherung der Daseinsvorsorge ist unerlässlich, um Lebensqualität, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen in unserer Region weiterhin zu gewährleisten und zu fördern. Das aktuelle Monitoring zur Daseinsvorsorge unterstreicht die wachsende Bedeutung der Fachkräftesicherung in Berufen der Erziehung, Betreuung, Bildung, Gesundheit und Pflege“, betonen Verbandsdirektorin Claudia Jäger und der Erster Beigeordnete Rouven Kötter.

Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, leistet der Regionalverband FrankfurtRheinMain einen wichtigen Beitrag: Dazu zählt das FrankfurtRheinMain International Office als Erstanlaufstelle für internationale Fachkräfte, die in FRM leben und arbeiten möchten, sowie das Fachkräfteportal www.find-it-in-frm.de, welches wichtige Informationen und Ansprechpersonen zum Ankommen und Arbeiten in FRM bündelt.

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