Jobmotor „Gesundheitswirtschaft“ schwächelt

Hessen
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Die nominale Bruttowertschöpfung der hessischen Gesundheitswirtschaft, das heißt die Summe aller in diesem Wirtschaftsbereich produzierten Waren und Dienstleistungen ohne Preisbereinigung, belief sich im Jahr 2023 auf 33,9 Milliarden Euro. Das waren 10,6 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in Hessen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, legte die hessische Gesundheitswirtschaft im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.



Demnach war das gesundheitswirtschaftliche Wachstum in Hessen stärker als im bundesweiten Durchschnitt (minus 1,3 Prozent). In der hessischen Gesamtwirtschaft lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ebenfalls um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Nominal, das heißt ohne Preisbereinigung, nahm die hessische Gesundheitswirtschaft 2023 um 7,9 Prozent zu. Die Preissteigerungen werden durch den Abstand zwischen den preisbereinigten und nominalen Zuwächsen der Bruttowertschöpfung sichtbar: Im Jahr 2022 hatte dieser Abstand in Hessen noch 1,5 Prozentpunkte betragen, im Jahr 2023 stieg der Wert auf 6,4 Prozentpunkte.

Im Jahr 2023 arbeiteten 468 800 Erwerbstätige in der hessischen Gesundheitswirtschaft. Das waren 13,1 Prozent aller Erwerbstätigen in Hessen. Gegenüber 2022 erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl in der Gesundheitswirtschaft um rund 1 400 Personen bzw. 0,3 Prozent. Damit schwächte sich der andauernde Beschäftigungsaufbau im hessischen Gesundheitssektor erneut etwas ab. Zum Vergleich: Die Gesamtwirtschaft Hessens konnte im Jahr 2023 ein Plus der Erwerbstätigenzahl von 1,0 Prozent verzeichnen.

Produktivitätssteigerung in der Gesundheitswirtschaft höher als in der Gesamtwirtschaft

Die Arbeitsproduktivität im hessischen Gesundheitswesen stieg preisbereinigt um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lag damit vor der gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung in Hessen von 0,5 Prozent. Jede erwerbstätige Person in der hessischen Gesundheitswirtschaft trug durchschnittlich 72 320 Euro zur Bruttowertschöpfung bei. Das waren 19,1 Prozent mehr als im Länderdurchschnitt (60 730 Euro). Maßgeblich war vor allem die Pharmaindustrie – diese Branche hat in Hessen ein deutlich höheres Gewicht als im Bundesdurchschnitt. Bundesweit wies nur Berlin eine höhere Arbeitsproduktivität in der Gesundheitswirtschaft als Hessen auf: Je erwerbstätige Person lag der Beitrag in der deutschen Hauptstadt bei 74 530 Euro.

Den Berechnungen liegt eine umfassende Definition der Gesundheitswirtschaft zugrunde. Erfasst wird nicht nur die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen, sondern auch die Produktion von und der Handel mit gesundheitsbezogenen Waren.


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