Bewegende Schilderungen der Flüchtlingsarbeit

Gemeinsam mit Pfarrer Jens Körber gestaltete Pfarrer Dominico einen Gottesdienst in St. Paulus von Fulda-Ziehers-Nord. Foto: Bistum Fulda

Hessen

Beeindruckende Begegnungen und ein intensiver Austausch bei verschiedenen Gelegenheiten haben den Besuch von Pfarrer Dominico im Bistum Fulda geprägt.

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Der aus Myanmar stammende Geistliche begleitet seit vielen Jahren Geflüchtete an der thailändisch-myanmarischen Grenze. Im Bistum Fulda weilte er aus Anlass des „Monats der Weltmission“. Während seines Aufenthalts feierte er in Eichenzell-Kerzell und Fulda-Ziehers-Nord Gottesdienste mit, besuchte Schulen und berichtete von seiner Seelsorge – stets verbunden mit dem Appell, die Arbeit des katholischen Hilfswerks missio zu unterstützen. Überschrieben war der Besuch von dem Leitwort „Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen“ (Röm 5,5). Pfarrer Dominico war zum ersten Mal in Europa und zeigte sich sehr interessiert gerade von der Geschichte Fuldas. Nach dem Kathedralamt, das er gemeinsam mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez feierte, besuchte er das Bonifatiusgrab im Dom.

Hoffnung schenken

Im Fokus des Besuches stand die humanitäre Lage von Menschen, die aus Myanmar in das Nachbarland Thailand geflohen sind. Die Chancen auf Integration sind schlecht, weil die Geflüchteten das Camp nicht verlassen dürfen. Seit über 16 Jahren begleitet Pfarrer Dominico die Menschen dort, teilt ihr Leben, hört zu und schenkt Hoffnung. Er versteht seine Arbeit als pastorale und psychosoziale Unterstützung, wie er auch in Gesprächen im Fuldaer Marianum, an der Mädchenrealschule St. Josef in Hanau-Großauheim und dem „Welcome In!“-Wohnzimmer in Fulda verdeutlichte. Ganz wichtig war ihm, dass man trotz schwieriger Situation die Hoffnung nicht verlieren dürfe. Nämlich darauf, dass sich die internationale Gemeinschaft für eine friedliche Lösung für Myanmar einsetzen möge.  Zudem zeigte Pfarrer Dominico auf, wie ihm persönlich der Glaube Kraft gibt und was Gemeinschaft und Solidarität bewirken können.

Große Solidaritätsaktion

Der „Monat der Weltmission“ ist die größte weltweite Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. In Deutschland gestaltet missio Aachen die Kampagne und zeigt 2025 am Beispiel von Myanmar, wie Ortskirchen in besonders herausgeforderten Regionen Seelsorge, Bildung, Gesundheits- und Nothilfe leisten. Missio arbeitet mit lokalen Partnerinnen und Partnern, unabhängig von Religion oder Herkunft, und setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, damit Unterstützung wirksam und nachhaltig ankommt.

Kollekte am Weltmissionssonntag

Die Kollekte in den Gottesdiensten des Bistums Fulda am Weltmissionssonntag (26. Oktober) ist für missio und die dort geförderten Projekte bestimmt. Wer darüber hinaus für die Arbeit von Pfarrer Dominico spenden möchte, kann dies mit dem Verwendungszweck „VCP25011“ tun; Spenden sind über das Konto bei der Pax-Bank eG (IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22) möglich. Weitere Informationen gibt es bei missio Aachen unter Telefon 0241/75 07-535, per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie im Internet unter: www.missio-hilft.de/wms.

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Gemeinsam mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Mitgliedern des Runden Tisches „Eine Welt“ im Bistum Fulda besuchte Pfarrer Dominico das Bonifatiusgrab im Fuldaer Dom. Foto: Bistum Fulda

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Gemeinsam mit Pfarrer Jens Körber gestaltete Pfarrer Dominico einen Gottesdienst in St. Paulus von Fulda-Ziehers-Nord. Foto: Bistum Fulda

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Am 26. Oktober ist Weltmissionssonntag. Missio hat in diesem Jahr das Beispiel Myanmar in den Fokus gerückt. Foto: Bistum Fulda / Marzena Seidel


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