Angesichts der dramatischen humanitären Lage im Sudan stellt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) 20.000 Euro aus Mitteln der Kollekte für die „Hungernden in der Welt“ zur Verfügung.
Angesichts der dramatischen humanitären Lage im Sudan stellt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) 20.000 Euro aus Mitteln der Kollekte für die „Hungernden in der Welt“ zur Verfügung.
Die Spende geht an die Diakonie Katastrophenhilfe und unterstützt die Arbeit der lokalen „Emergency Response Rooms“ (ERR), die unter lebensgefährlichen Bedingungen humanitäre Hilfe leisten. „Der Sudan ist leider gegenwärtig überhaupt nicht im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit“, sagt Dr. Diethelm Meißner, Dezernent für Diakonie und Ökumene der EKKW. Die Spende sei ein Beitrag zur Unterstützung in der größten Hungerkrise der Welt.
Die Lage im Sudan gilt als eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und der Miliz Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 sind über 150.000 Menschen ums Leben gekommen. Rund zwölf Millionen Menschen wurden zur Flucht gezwungen, etwa 30 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders betroffen ist die Stadt Al-Faschir, in der es laut UN zu Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen und gezielten Angriffen auf Helfende gekommen ist.
Die Initiative ERR, die kürzlich mit dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet wurde, organisiert unter anderem Suppenküchen, medizinische Versorgung und Notunterkünfte. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die Arbeit der ERR seit Juli 2024 mit rund 1,5 Millionen Euro und ruft weiterhin zu Spenden auf.
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