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„Als Nestflüchter können die jungen Biber von Beginn an schwimmen, das Tauchen müssen sie aber erst lernen. Sie halten sich in den ersten Wochen ganz im Bereich der Biberburg auf“, erklärt NABU-Biberexpertin Dr. Sybille Winkelhaus. Deshalb bittet der NABU Hessen darum, Biberburgen an Flüssen und Bächen in Ruhe zu lassen und bei der Beobachtung der fleißigen Nager ausreichend Abstand zu halten. Die jungen Biber werden zwei bis drei Monate lang gesäugt, nehmen aber schon nach zwei Wochen zusätzliche feste Nahrung auf. Ab dem Sommer stellen sie Ihre Kost dann ganz auf krautige Pflanzen und Blätter um.

Frühlings-Aktivitäten der Biber
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Mit dem Beginn des Frühlings nehmen die Aktivitäten der Biber an vielen Gewässern deutlich zu. Im April sind die Tiere besonders häufig zu beobachten, da sie nach den Wintermonaten verstärkt an ihren Burgen und Dämmen arbeiten und sie reparieren. „Besonders nach Hochwasser hat Familie Biber im Frühling viel zu tun, um die Biberburg für die Geburt des Nachwuchses wieder instand zu setzen“, so Winkelhaus. Da die Jungbiber des Vorjahres meist noch im Familienverband verbleiben, muss die geräumige Wohnbehausung mit Putz- und Schlafkammer beim Frühlingsputz gut aufgeräumt werden. Die frischen Triebe von Kräutern und Weiden locken die Biber, vermehrt auf Nahrungssuche zu gehen. Deshalb sind im Frühling die typischen Biberrutschen gut zu sehen. Als Biberrutschen werden Ein- und Ausstiege an Uferböschungen bezeichnet, die durch eine häufige Nutzung glatt geschliffen werden und deutlich sichtbar sind. Sie dienen als Transportwege für Nahrung und Baumaterial.

Biber helfen beim natürlichen Klimaschutz
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Der Europäische Biber ist nach deutschem und europäischem Recht streng geschützt. Seine Rückkehr in hessische Gewässer ist ein Erfolg des Naturschutzes und ein wichtiger Beitrag zum natürlichen Klimaschutz. Biber sind eine große Hilfe bei der Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, indem sie Feuchtgebiete schaffen, die Artenvielfalt erhöhen und zum natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft beitragen. „Sie erledigen fast kostenfrei das, was sonst mit viel technischem Aufwand und Steuergeld mühsam umgesetzt werden müsste, um unsere Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen“, erläutert Winkelhaus. Deshalb sei es sinnvoll, dem Biber mit der Sicherstellung von natürlichen Ufersteifen genug Raum zum fleißigen Arbeiten zu geben. Der NABU Hessen verfolgt die aktuellen Pläne der hessische Landesregierung für eine Ausnahmeverordnung zum Biber sehr kritisch, da sie auch den Fang bis hin zur Tötung des wieder heimisch gewordenen emsigen Baumeisters ermöglichen soll. 


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