Vier Haftbefehle: Internationales Schleusernetzwerk zerschlagen

Hessen

In einer gemeinsamen Aktion haben Einsatzkräfte von Bundespolizei und hessischer Polizei von Sonntag auf Montag vier mutmaßliche Drahtzieher eines Schleusernetzwerkes festgenommen und acht Wohnungen durchsucht.

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Die Personen sollen gemeinsam mit anderen eritreische Staatsangehörige nach Deutschland eingeschleust haben. Drehkreuz der Schleuseraktionen war das Gebiet rund um den Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.

Bei den vier festgenommenen Personen handelt es sich um einen 29-jährigen und 35-jährigen Eritreer aus der Schweiz, sowie einen 24-Jährigen aus Menden (Nordrhein-Westfalen) und einen 26-Jährigen aus Erwitte (Nordrhein-Westfalen). Die Beamten nahmen die beiden Personen aus der Schweiz im Bahnhofsbereich in Frankfurt am Main fest. Die anderen Haftbefehle wurden an den Wohnorten der Beschuldigten vollstreckt. Zeitgleich durchsuchten die Polizisten drei Wohnungen in Frankfurt am Main, zwei in Menden sowie jeweils eine Wohnung in Bielefeld, Erwitte und Dortmund. Dabei stellten sie umfangreiches Beweismaterial sicher.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand werden den vier Festgenommenen und weiteren 21 Tatverdächtigen 34 Fälle vorgeworfen, bei denen insgesamt 179 Personen nach Deutschland eingeschleust wurden. Dem Zugriff gingen monatelange Ermittlungen voraus: Die Bundespolizei im Hauptbahnhof Frankfurt bemerkte vor einiger Zeit einen sprunghaften Anstieg von unerlaubt eingereisten Personen aus Eritrea. Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach und dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main nahmen daraufhin in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main die Ermittlungen auf. Nach den bisherigen Erkenntnissen nutzte das Schleusernetzwerk den Landweg von Italien über die Schweiz und Österreich, um die eritreischen Staatsangehörigen mit angemieteten Fahrzeugen nach Deutschland zu bringen. In der überwiegenden Zahl der Fälle wurden die Personen zum Hauptbahnhof Frankfurt am Main befördert, von wo sie mit Zügen, angemieteten Fahrzeugen und Bussen weiter in Richtung Skandinavien gebracht werden sollten. Für die Schleusung ab Italien mussten die Flüchtlinge pro Person etwa 800 Euro an die Bande zahlen, wobei sie jede Etappe der Reise einzeln bis zum endgültigen Ziel zahlen mussten.

Die vier Hauptverdächtigen wurden nach ihrer Festnahme erkennungsdienstlich behandelt und nach einer Vernehmung in verschiedene Justizvollzuganstalten gebracht.


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