Am Donnerstag übten Katastrophenschutzbehörden der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Main-Taunus, Offenbach sowie die Stadt Frankfurt am Main unter dem Namen “Elektron 2014“ den großflächigen Ausfall des Stromnetzes.


Die Übung fand unter der Führung des zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt statt. Sie diente der Überprüfung des Katastrophenschutzes auf Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Die Übung erfolgte als Stabsrahmenübung, das bedeutet das angenommene Szenario wurde in den obersten Führungsebenen (Stäben) abgearbeitet, ohne Einheiten vor Ort. Auch die Zusammenarbeit der einzelnen Behörden von Polizei, Stadtpolizei, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, Nahverkehrsunternehmen, Deutsche Bahn, sowie die zuständigen Netzbetreiber von Wasser, Strom und Telekommunikation wurde überprüft.
Als geübte Szenarien sind hier zu nennen: Stromausfall in Krankenhäusern, Ausfall von Aufzugsanlagen, ein eingeschlossenes Passagierschiff in der Schleusenanlage Griesheim, Unfall zwischen Straßenbahn und einem Linienbus, eingeschlossene Personen in liegengebliebenen Nahverkehrszügen, Ausfall von Heimbeatmungsplätzen. In den Räumen der Branddirektion übten der Katastrophenschutzstab und der Verwaltungsstab der Stadt Frankfurt am Main. In Vertretung für Herrn Stadtrat Frank nahm Herr Stadtrat Mensinger an der Übung teil. Er lobte die Teilnehmer für ihr Engagement und betonte die Wichtigkeit solcher Übungen. Er verdeutlichte wie wichtig die Informationsgewinnung im Rahmen der Übung für die Teilnehmer ist, da nur so die vorhandenen Notfallpläne auch praktisch überprüft werden können.
Wenn gleich bei der Leistungsfähigkeit der deutschen Stromnetze ein solches Schadensszenario von Experten als eher unwahrscheinlich angenommen wird, so könnte es doch durch extreme Witterungseinflüsse, technische Defekte, menschliches Versagen oder kriminelle Handlungen zu einem solchen Schadensfall kommen. Um für diesen Ernstfall gerüstet zu sein wurden bereits durch das Land Hessen, sowie durch die einzelnen Katastrophenschutzbehörden Maßnahmenkataloge erarbeitet. Ebenfalls wurden in den letzten Jahren vom Land Hessen für jeden Landkreis, sowie für die kreisfreien Städte leistungsstarke Notstromgeneratoren beschafft.
Prioritäten liegen bei solchen Schadensfällen hauptsächlich im Erhalt der Leistungsfähigkeit der Organisationen für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, um auch in solchen Zeiträumen dem Bürger in den “alltäglichen“ Notlagen zu helfen. Des Weiteren gilt es kritische Infrastrukturen wie zum Beispiel Krankenhäuser und Altenpflegeheime in Betrieb zu halten. Daraus ist bereits zu erkennen, dass es trotz bester Vorbereitung der Behörden zu erheblichen Einschnitten für den einzelnen Bürger bei Ausfall des Stromnetzes kommen wird. Hieraus ist abzuleiten, dass jeder Einzelne aber auch jede Firma selbst Vorbereitungen treffen muss. Hierzu zählen unter anderem das Anlegen von Vorräten an Batterie für Taschenlampen oder auch Kerzen. Weitere Hinweise für die Vorbereitung auf solche Ereignisse kann man im Internet auf der Seite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bekommen.
Fotos: Bildstelle Feuerwehr Frankfurt am Main.
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