VdK fordert mehr barrierefreie Wohnungen

Hessen

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert mehr barrierefreie Wohnungen in Hessen sowie eine Änderung der Hessischen Bauordnung.

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„In den nächsten Jahren brauchen wir 190.000 barrierefreie Wohnungen in Hessen – und zwar barrierefrei im Sinne einer Nullbarriere“, sagte der VdK-Landesvorsitzende Karl-Winfried Seif auf dem vom VdK und der Ingenieur-Akademie veranstalteten „Zukunftsforum barrierefreies Planen und Bauen in Hessen“.

In Anbetracht einer erhöhten Lebenserwartung und dem Wunsch vieler älterer Menschen, den Lebensabend zu Hause zu verbringen, sieht der VdK großen Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Im Auftrag des Verbändebündnisses „Wohnen 65plus“, zu dem neben Organisationen der Bauwirtschaft und dem Mieterbund auch der Sozialverband VdK gehört, ermittelte das Pestel Institut für Hessen einen Bedarf an 190.000 barrierefreien Wohnungen.

Zentral für den VdK ist neben der Bereitstellung von genügend barrierefreien Wohnungen, dass diese Wohnungen rollstuhlgerecht sind. Die Hessische Bauordnung erlaube es, die Barrierefreiheit zu umgehen, kritisierte Seif und forderte eine Korrektur nach Vorbild der Landesbauordnung Thüringen. Dort wurde im März 2014 der Ausnahmetatbestand gestrichen, dass bei unverhältnismäßigem Mehraufwand auf Barrierefreiheit beim Wohnungsbau verzichtet werden könne. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, nämlich in Richtung der Nullbarriere“, sagte der VdK-Landesvorsitzende. „Thüringen hat Vorbildcharakter – und Hessen hat leider noch Nachholbedarf.“

Wichtig sei auch, dass der Wohnungsbau mit der sozialen Infrastruktur abgestimmt sei. „Wohnungsbau und soziale Infrastruktur dürfen nicht isoliert betrachtet werden, sondern sie müssen aus einem Guss sein“, betonte Seif. So verfügten lediglich 22 Prozent der Praxen von Allgemeinmedizinern in Deutschland über einen ebenerdigen oder rollstuhlgerechten Zugang bzw. über einen Aufzug.

„Barrierefreiheit ist für uns eine Grundvoraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner. Deswegen nehme die Barrierefreiheit im Bauen und Wohnen im Hessischen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einen zentralen Platz ein.


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