In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden durch die Polizeiautobahnstation Mittelhessen in Kooperation mit den Veterinärbehörden der Landkreise Lahn-Dill und Wetterau auf den mittelhessischen Autobahnen Tiertransportkontrollen durchgeführt.
Dabei wurden acht Tiertransporter kontrolliert. Lediglich drei davon blieben ohne jede Beanstandung, da sie die Tiere vorschriftsmäßig transportierten. Bei den beanstandeten Transporten wurden insgesamt drei Verstöße gegen die Tierschutztransportverordnung, vier Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer und drei Verstöße gegen vorgeschriebene Abmessungen und Gewichte der Fahrzeuge festgestellt.
Gegen einen Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Fälschens beweiserheblicher Daten eingeleitet, da er die Dokumentation seiner Lenk- und Ruhezeiten manipulierte. Er hatte eine fremde Fahrerkarte in das digitale Kontrollgerät seines Lkws einlegt.
Ein anderer mit Schlachtbullen beladener Transport aus dem Emsland war auf dem Weg zu einem Schlachthof in Süddeutschland. Anstatt der in den Ladepapieren eingetragenen 28 Rinder befanden sich auf dem Fahrzeug insgesamt 33. Die weitergehende Überprüfung ergab, dass das Fahrzeug höher und schwerer war, als erlaubt. Bei der Untersuchung der Tiere wurden teils erhebliche Verletzungen festgestellt, da diese wegen der zu geringen Höhe gegen die Zwischendecke stießen. Die Weiterfahrt konnte erst gestattet werden, nachdem ein zweites Fahrzeug eingesetzt und die Tiere verteilt wurden. Das Umladen erfolgte auf dem gesicherten Gelände der Polizeiautobahnstation in Butzbach.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















