Trotz leicht rückläufiger Zahlen ist die illegale Migration immer noch ein Thema bei der Bundespolizeiinspektion Kassel.
Am vergangenen Wochenende sind sechs Fälle illegaler Migration registriert worden. Die Gesamtzahl der ersten beiden Monate liegt jeweils bei rund 40 Fällen. Im Bahnhof Fulda strandeten am vergangenen Sonntag ein 17-Jähriger aus Afghanistan und zwei 30- und 21-Jährige aus dem Sudan und aus Somalia. Alle waren ohne die erforderlichen Einreisedokumente und ohne Fahrkarte in Intercity-Zügen Richtung Norden unterwegs.
Der 17-jährige Afghane kam nach den polizeilichen Maßnahmen in eine Jugendeinrichtung der Stadt Fulda. Im Bahnhof Gießen fielen letzten Freitag ein 17- und ein 32-Jähriger aus Algerien ohne Fahrkarte und Ausweispapiere auf. Der Ältere sagte den Bundespolizisten, dass er mit dem Boot nach Italien gekommen sei und von da weiter nach Deutschland gereist wäre. Für die Reise hätte er an einen Schleuser rund 5000 Euro gezahlt. Der 17-Jährige wies sich mit einer abgelaufenen Weiterleitungsbescheinigung aus. Er wurde wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthaltes zuständigkeitshalber der Polizei in Gießen übergeben.
Im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe griffen Bundespolizisten am letzten Samstag einen 28-Jährigen aus Tunesien auf. Er reiste ebenfalls ohne Fahrschein und ohne die erforderlichen Einreisedokumente. Alle Personen, mit Ausnahme der 17-Jährigen, kamen nach den polizeilichen Maßnahmen zur Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat in allen Fällen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise eingeleitet. Der Fokus der Ermittlungen liegt nach wie vor auf den Schleusern.
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