Ein 76-jähriger Reisender aus Stuttgart stoppte gestern Nachmittag zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Kassel-Hauptbahnhof einen Nahverkehrszug und stieg auf halber Strecke aus.
Ein 76-jähriger Reisender aus Stuttgart stoppte gestern Nachmittag zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Kassel-Hauptbahnhof einen Nahverkehrszug und stieg auf halber Strecke aus.
Anschließend lief er an den Gleisen zurück nach Wilhelmshöhe. Der Rentner war zuvor mit dem Regionalexpress aus Meschede in Wilhelmshöhe angekommen und wollte in einen ICE in Richtung Stuttgart umsteigen. Weil er glaubte sein vermisstes Handy im Regionalexpress vergessen zu haben, ging er nochmal zurück zum Mescheder Zug an Gleis 10. Als er erneut eingestiegen war, gingen plötzlich die Türen zu und der Zug fuhr weiter in Richtung Kasseler Hauptbahnhof.
Nach ersten Ermittlungen betätigte der Rentner, nach etwa einem Kilometer, offensichtlich widerrechtlich die Notentriegelung einer Tür, worauf der Lokführer den Zug stoppte. Danach stieg der 76-Jährige auf halber Strecke aus und marschierte zu Fuß zurück in Richtung IC-Bahnhof. Hier nahm ihn eine Streife der Bundespolizei kurz vor dem Ziel in Empfang.
Die Beamten belehrten den Stuttgarter über sein Fehlverhalten. Durch den Vorfall verspäteten sich 16 nachfolgende Züge um rund eine Viertelstunde. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Senior aus dem Schwabenland ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Nothilfemitteln eingeleitet.
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