Ein Streik bei Karstadt anlässlich der Tarifverhandlungen in Frankfurt vermeldet die Gewerkschaft ver.di.
„Wer vor zwei Jahren aus der Tarifbindung flüchtete, in den letzten Monaten mehr als 3.000 Arbeitsplätze bei Karstadt abgebaut sowie im letzten Jahr sechs Filialen geschlossen hat und 2015 weitere fünf Standorte mit 540 Beschäftigten aufgeben will, der muss sich fragen lassen, ob für die Zukunft des Unternehmens und seiner Belegschaft tatsächlich ein betriebswirtschaftlich plausibles und sozialpolitisch akzeptables Konzept besteht“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Mitglied der Verhandlungskommission seiner Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen für die Karstadt Warenhaus GmbH heute in Frankfurt: „Diese rasante Vernichtung von Arbeitsplätzen und damit der beruflichen Perspektive von Tausenden Beschäftigten sowie der Sanierung des Unternehmens auf deren Kosten muss endlich aufhören. Karstadt benötigt frisches Geld vom Investor René Benko und als ‚Allheilmittel‘ keine ausschließliche Finanzierung aus dem laufenden Geschäft, die spätestens seit Nicolas Berggruens Zeiten und unter Andrew Jennings‘ Leitung als gescheitert angesehen werden kann.“
Darauf werden heute Streikende mehrerer hessischer Karstadt-Filialen in Frankfurt aufmerksam machen. Sie treffen sich
- gegen 11 Uhr mit Beschäftigten anderer Streikbetriebe des Einzelhandels in Hessen auf der Frankfurter Zeil und wollen bei spontanem Interesse
- gegen 12 Uhr gemeinsam die Tarifverhandlungen in Flemings‘ Deluxe Hotel Frankfurt, Lange Straße 5-9, besuchen.
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