ver.di-Chef Bothner kritisiert Methoden der Post

Hessen

Der hessische ver.di– Landesbezirksleiter Jürgen Bothner kritisiert das Vorgehen der Deutschen Post AG im derzeit laufenden Tarifkonflikt scharf.

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Das Unternehmen zeige keinen Respekt vor Rechtsprechung und Gesetz. Bothner: „Ohne Not benutzt die Post auch die schmutzigsten Tricks. Sie versuchen zurzeit bewusst, über bisherige Grenzen hinaus zu gehen. Das fängt bei nicht-gesetzlicher Sonntagsarbeit an. Es geht mit dem Einsatz von Leiharbeitnehmern aus Polen weiter. Um Regelungen zu umgehen, erhalten Leiharbeiter Werkverträge, weil sie nicht als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen. So werden sie zu Scheinselbständigen. Sie beschäftigen Studierende als Streikbrecher. Schamlos und völlig offen versucht das Unternehmen, ein Billignetz als Parallelwelt im eigenen Konzern zu etablieren. Sie halten sich nicht an sozialpartnerschaftlich geschlossene Verträge. Und das bei besten Umsätzen, mitten in Deutschland. Hier geht es nicht um mehr oder um weniger Lohn. Es geht darum, ob und wie viel Beschäftigte künftig noch mitbestimmen dürfen in diesem Aktienunternehmen. Die Herrschaften sollten sich daran erinnern, dass es die Beschäftigten sind, die sich den Rücken krummmachen für die guten Umsätze, die sie dann an die Aktionäre ausschütten. Wir werden bei diesem Arbeitskampf einen langen Atem haben.“


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