Katastrophale Erlössituation in der Landwirtschaft

Hessen

„Landwirtschaft braucht Zukunft“. So lautet das Motto einer Demonstration, die der Hessische Bauernverband gemeinsam mit dem Landfrauenverband Hessen, der Hessischen Landjugend und benachbarten Landesbauernverbänden am Donnerstag, dem 1. Oktober 2015, auf der Pauluspromenade in Fulda durchführt.

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Die Teilnehmer und ein Schlepperkorso werden gegen 10.30 Uhr erwartet. Anlass ist die dort stattfindende Agrarministerkonferenz.

Um 11.00 Uhr wird der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider die Kundgebung eröffnen und berufsständische Forderungen vortragen. Weitere Redner sind der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied; die hessische Landwirtschaftsministerin, Priska Hinz; die Präsidentin des Landfrauenverbandes Hessen, Hildegard Schuster; der Vorsitzende der Hessischen Landjugend, Lars Döppner sowie einige Präsidenten und Vizepräsidenten benachbarter Landesbauernverbände.

Es geht darum, auf die schwierige Situation in der Landwirtschaft hinzuweisen, verursacht durch miserable Erzeugerpreise bei Milch, Schweine und Getreide. Erschwerend hinzu kommen immer höhere Auflagen, überbordende Bürokratie, Flächenverbrauch, die generelle Kritik an der Nutztierhaltung und moderne Produktionsverfahren. Des Weiteren wird eine Mauer aus Kartons aufgebaut. Die einzelnen „Bausteine“ stehen symbolisch für bestimmte Hemmnisse, die den Bauern das Leben schwer machen. Die Agrarpolitiker werden aufgefordert, diese Hemmnisse zu beseitigen.

Im Anschluss an die Kundgebung gibt es einen Demonstrationszug in die Innenstadt. Die „Bausteine“ mit den Hemmnissen werden dabei mitgeführt bis zum Universitätsplatz, um auch bei der Bevölkerung Verständnis für die Probleme der Landwirtschaft zu erlangen. Bäuerinnen und Bauern verkaufen dort Grillwürstchen für 19 Cent pro Stück mit Brötchen (1 Cent) und Milch (0,5 Liter für 14 Cent) zu Erzeugerpreisen, um so die katastrophale Erlössituation in der Landwirtschaft zu verdeutlichen. Auf Flugblättern wird darauf hingewiesen, dass damit ein wirtschaftliches Arbeiten nicht möglich ist. Die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf der Würstchen und Milch werden dem Kinder- und Jugendhospiz Osthessen „Kleine Helden“ in Hünfeld gespendet.


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