Terrorverdächtiger in Gießen verhaftet

Hessen

Am Donnerstag, 24.03.2016, wurde um 01:45 Uhr ein junger Mann am Bahnhof in Gießen einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Da er keine gültigen Ausweispapiere mit sich führte, wurde er zur örtlich zuständigen Bundespolizeidienstelle verbracht.

CID

Im Zuge einer Identitätskontrolle konnte festgestellt werden, dass er in der Vergangenheit bereits unter Verwendung verschiedener Aliaspersonalien in das Bundesgebiet eingereist war und Asyl begehrte. Bei der Durchsuchung der Person konnten mehrere Dokumente aufgefunden werden, die darauf schließen lassen, dass er sich zuletzt u.a. auch in der Umgebung von Brüssel aufgehalten hat. Zudem wurde ein Handy sichergestellt, welches derzeit digitalforensisch ausgewertet wird.

Da der aufenthaltsrechtliche Status der Person ungeklärt ist, hat die Polizei und die Staatsanwaltschaft Gießen ein Verfahren wegen des dringenden Verdachts des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und der mittelbaren Falschbeurkundung eingeleitet. Der Beschuldigte wurde heute dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Gießen vorgeführt. Es erging Haftbefehl. Bei dem Beschuldigten handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen marokkanischen Staatangehörigen im Alter von 28 Jahren. Er ist bereits in Italien mehrfach kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.

Ob und inwieweit Verbindungen zu den Anschlägen in Brüssel bestehen, wird seit gestern von den Strafverfolgungsbehörden überprüft. Von Beginn der Ermittlungen an hat ein intensiver Informationsaustausch zwischen der hiesigen Kriminaldirektion, der Staatsanwaltschaft und den übergeordneten Landes- und Bundesbehörden stattgefunden.


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