VdK-Warnung vor Massenarmut im Alter bestätigt

Hessen

Seit Jahren warnt der Sozialverband VdK vor einer drohenden Massenarmut im Alter für zukünftige Generationen.

MKK-Jobs

Zuletzt im September 2011 hatte der Landesverband Hessen-Thüringen ein wissenschaftliches Gutachten vorgelegt, das bis 2020 einen massiven Anstieg der Grundsicherungsempfänger im Alter für Hessen und Thüringen prognostiziert. Die jetzt vom Bundesarbeitsministerium veröffentlichten Zahlen zum Armutsrisiko künftiger Rentner bestätigen das dramatische Ausmaß der Situation. „Worauf wir seit Jahren mit Nachdruck hinweisen, wird jetzt endlich von der Politik zur Kenntnis genommen“, sagte der VdK-Landesvorsitzende von Hessen und Thüringen, Udo Schlitt, heute in Frankfurt. „Wer 35 Jahre und länger gearbeitet hat, ist im Alter arm. Die Weichenstellungen der Politik haben dazu geführt, dass die gesetzliche Rente für einen Großteil der Beitragszahler im Alter ein Leben auf Sozialhilfeniveau bedeutet.“

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert im Sinne zukünftiger Generationen, dass die politische Demontage der gesetzlichen Alterssicherung beendet wird. „Wir brauchen jetzt endlich den politischen Willen zur Umkehr“, sagte Schlitt. „Die vom Bundeskabinett beschlossene Absenkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung muss zurückgenommen werden. Außerdem müssen die falschen Weichenstellungen der letzten Jahre wie Rente mit 67, das Einführen der Rentenkürzungsfaktoren und der Ausbau prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf den Prüfstand.“

 


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de