Im Rahmen ihrer Projektwoche zur Berufsorientierung lang standen für 190 Jugendliche aus der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel ihre Stärken und Fähigkeiten im Mittelpunkt.
Im Rahmen ihrer Projektwoche zur Berufsorientierung lang standen für 190 Jugendliche aus der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel ihre Stärken und Fähigkeiten im Mittelpunkt.
Um sich, mit ihren neuen Erkenntnissen einen ersten Einblick in die Arbeitswelt zu verschaffen, besuchten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe an zwei Tagen jeweils einen Betrieb in der Hanauer Region. Möglich wurde dies, durch das Berufsorientierungsangebot von Pilot Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe Hanau, einer Einrichtung des Evang. Kirchenkreises Hanau-Stadt. Das Projekt wird umgesetz in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Hanau sowie durch Spendenmittel von ProRegion. Die Teilnehmenden lernten dabei die Unternehmen und Firmen in ihrer Unterschiedlichkeit kennen und informierten sich über Ausbildungsmöglichkeiten und -berufe.
22 Betriebe und Institutionen öffneten ihre Türen für die Jugendlichen unter anderem auch Hanauer Großbetriebe wie Dunlop, ABB und das EON Kraftwerk Staudinger. Die Bandbreite der besuchten Betriebe reichte vom kaufmännischen, handwerklichen, über den gewerblich-technischen bis zum pflegerischen Bereich. Im Bildungszentrum Rhein-Main des Industrieparks Wolfgang konnten die Jugendlichen in Interessengruppen mehr über die Ausbildungen im Elektro-, Metall- und Chemiebereich erfahren und kleine eigene Versuche durchführen. Die Schreinerei Brüggemann, das Autohaus Mercedes Benz Rauch, die Firma Odenwäller Garten- und Landschaftsbau und die Bäckerei Kolb führten die Schülerinnen und Schüler durch ihre Handwerksbetriebe und erklärten den Jugendlichen die Besonderheiten der jeweiligen Berufe. Betriebe im kaufmännischen Bereich wie Galeria Kaufhof, Kaufland und die BayWa vermittelten den Jugendlichen, was an Voraussetzungen für kaufmännische Berufe erwartet wird: Dabei wurde klar, dass ein freundliches Lächeln alleine nicht ausreicht nicht, sondern großer Wert auf offene zugängliche Persönlichkeiten mit guten mathematischen Fähigkeiten gelegt wird. Dass man im Seniorenheim und im Krankenhaus außerdem noch viel Ausdauer und Geduld mitbringen muss, erfuhren die Schüler im St. Vinzenzkrankenhaus und im Altenpflegezentrum der Arbeiterwohlfahrt in Bruchköbel.
Den besonders zukunftsträchtigen Beruf der Mechatronikerin für Kälte-Klima-Technik lernten die Jugendlichen in der Maintaler Bundesfachschule für Kälte–Klima-Technik mit all seinen Chancen, Vor- und Nachteilen kennen. In der Mühle der Firma Thylmann und in der Wurstfabrik Eidmann konnten sie sehen wie Lebensmittel produziert werden und welche Sicherheits- und Hygienevorschriften nötig sind. Ungewöhnliche Arbeitszeiten und ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit erfordern die Berufe im Gastgewerbe und in der Hotellerie, was beim Besuch im Hotel Best Western in Maintal deutlich wurde. Aber auch im Sport- und Fitnessbereich wird eine hohe Bereitschaft zur zeitlichen Flexibilität verlangt. Das erfuhren die Schülerinnen und Schüler im Fitnessstudio des Easy Sports Fitness Clubs am Kurt-Blaum-Platz. Auszubildende der Sparkasse Hanau erarbeiteten mit den Jugendlichen in Kleingruppen, welche Tätigkeiten ein Bankkaufmann auszuführen hat und sahen die Tresorräume der Bank. Wie eine Zeitung entsteht, erlebten die Schüler beim Hanauer Anzeiger. Außerdem erfuhren sie, dass es unterschiedliche Ausbildungsberufe wie Mediengestalterin, Drucker und Verlagskaufleute im Printmedienbereich gibt. Welche Möglichkeiten es gibt, Verpackungen aus Holz herzustellen und was ein Holzmechaniker alles machen kann, zeigte die Firma Schramm und Co. Kevin meinte: „Bei der Firma Schramm durfte ich richtig viel machen. Wir haben ausprobiert, wie man Nägel in Holzplatten schießt. Das hat Spaß gemacht. Vorher habe ich die Firma gar nicht gekannt und mir nichts vorstellen können.“
Bei den Besuchen sammelten die Jugendlichen mit einem Fragebogen viele Informationen über die Betriebe und deren Ausbildungsmöglichkeiten, die sie am letzten Tag der Projektwoche auf Plakaten in einer Ausstellung für alle zugänglich machten. Die Jugendlichen wurden von den Betrieben mit großer Offenheit und Freundlichkeit empfangen und konnten viel Neues erfahren, was auf dem Weg in ihr eigenes Berufsleben von Nutzen sein kann. „Die beteiligten Betriebe in der Region sind interessiert hoch engagiert“ so die Mitarbeiterin von Pilot. Die Schülerinnen und Schüler haben Ideen und Anregungen für Praktikumsmöglichkeiten bekommen und möchten gerne bei weiteren Besuchen Betriebe persönlich kennenlernen.
Nähere Informationen über das Projekt und alle Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage der Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel www.heinrichboellschule.de
Oder bei Pilot – Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe Hanau, Gustav-Hoch-Straße 10, 63452 Hanau www.pilot-hanau.de
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