Die kreiseigene Bildungspartner Main-Kinzig GmbH kooperiert mit ihrer Volkshochschule schon seit Jahren sehr eng mit der Kathinka-Platzhoff Stiftung.
Die seit 1981 tätige und in Hanau ansässige Stiftung wurde von Kathinka Platzhoff, einer Enkeltochter des Hanauer Unternehmensgründers Wilhelm Carl Heraeus, gegründet. Die Ziele der Stiftung umfassen unter anderem auch den Schutz der Familie und eine anspruchsvolle Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. „Hier greift die Kooperation mit der Volkshochschule, denn gemeinsam haben Stiftung und vhs die ‚Initiative Junge Entdecker Main-Kinzig‘ ins Leben gerufen, die sich ganz der frühkindlichen Bildungsarbeit verschrieben hat“, erläutert Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai. Die Initiative besteht seit 2011. Sie wird von einem gemeinsam getragenen Projektbüro gesteuert, das im Bildungshaus in Gelnhausen und in den Räumen der Stiftung in Hanau seinen Sitz hat. Von hier aus werden für das Kreisgebiet und Hanau Projekte wie beispielsweise das „Haus der kleinen Forscher“oder der „KinderCampus Main-Kinzig“ geplant, betreut und weiterentwickelt.
„Auf der Grundlage dieser gelungenen Zusammenarbeit konnten wir im Jahr 2012 mehr als 3.200 Kinder in Kiindertagesstätten und Grundschulen, über 430 pädagogische Fachkräfte und rund 1.470 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit besonderen Aktionen erreichen“, hob Dr. André Kavaierfreut hervor und betonte, „dass man das vorbildliche Engagement der Stiftung“ gar nicht hoch genug schätzen könne. Thorsten Hitzel, Geschäftsführer der Kathinka-Platzhoff Stiftung, hatte anlässlich des Treffens mit dem Bildungsdezernenten und dem Geschäftsführer der Bildungspartner und Leiter der vhs, Horst Günther, eine erfreuliche Botschaft zu überbringen: „Aufgrund der fruchtbaren und kreativen Zusammenarbeit mit der Volkshochschule hat sich der Stiftungsvorstand dazu entschlossen, auch 2013 wieder 36.000 Euro für die gemeinsam getragene Bildungsarbeit zu investieren“. Hitzel ist fest davon überzeugt ist, dass die von der Dachmarke „Junge Entdecker im Main-Kinzig-Kreis“ ausgehenden Impulse insbesondere im naturwissenschaftlich-technischen Bereich dauerhafte Wirkung zeigen. Unter der Dachmarke wurden bisher mit Unterstützung der bundesweit aktiven Initiative „Haus der kleinen Forscher“ über 50 Kinderbetreuungseinrichtungen durch Fortbildung und Qualifizierung der Erzieherinnen zu einem regionalen Netzwerk zusammengeschlossen. „Ab 2013 wollen wir dieses geschlossene Netzwerk nun für alle interessierten Kindergärten und Kindertagesstäten des Kreises und der Stadt Hanau öffnen“ – erläuterte Günther das weitere Vorhaben. Hierzu werden entsprechende Qualifizierungsmodule über das vhs-Programm angeboten. Detaillierte Informationen bietet auch die gemeinsam von Stiftung und vhs herausgegebene Website www.junge-entdecker.de
Dass die Pädagogik des forschenden, entdeckenden Lernens nun in einem zweiten Entwicklungsschritt in diesem Jahr auch noch auf Grundschulen übertragen werden soll, freut den Bildungsdezernenten besonders: „Es ist gut, wenn Kindergartenkinder durch frühkindliche Bildung angeregt und motiviert werden; es ist noch besser, wenn das geweckte Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen in der Grundschule nicht versandet, sondern weiter gefördert wird.“ Deshalb wird es am Dienstag, 23. April, im Bildungshaus in Gelnhausen von 14.30 bis 18.30 Uhr eine Fachtagung geben, die das Ergebnis einer eineinhalbjährigen Pilotphase mit vier Grundschulen des Main-Kinzig-Kreises zum Thema hat. Den Gastvortrag mit dem Titel „Weck’ den Forscher in Dir! Neurowissenschaftliche Grundlagen und Bildungsforschung für die Grundschule“ hält die Wissenschaftlerin Dr. Beata Williams vom Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Universitätsklinik Ulm. Eingeladen sind alle Grundschulen des Kreises und der Stadt Hanau. Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 06051/91679-0 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Foto: Weiter auf gemeinsamen Pfaden unterwegs (von links): Thorsten Hitzel, Dr. André Kavai und Horst Günther.
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