Start des Projekts „KulturErben“ der Staatlichen Zeichenakademie

Vortrag von Vivi Touloumidi, 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin, 2. September 2025 an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Foto. Anne Berger

Ausbildung

Anfang September startete das Projekt „KulturErben“ der Staatlichen Zeichenakademie Hanau im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain2026 (WDC).

Höfler Fenster

Zum Projekteinstieg hielt die 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin Vivi Touloumidi (*1977 in Athen, GR) einen vertiefenden Vortrag für die Schüler*innen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau über ihre künstlerische und forschende Arbeit. Seit dem 1. September ist sie in Hanau und wird in ihrer Zeit als Hanauer Stadtgoldschmiedin an der Zeichenakademie ein eigenes Projekt verfolgen und in Workshops ihr Wissen an die Schüler*innen der Schule weitergeben. Anschließend an den Vortrag wurde das Projekt „mitWirkung – Partizipation durch Gestaltung“ als Kooperation zwischen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. und dem Kulturforum Hanau eröffnet. Innerhalb des Projekts setzen sich Schüler*innen der Zeichenakademie künstlerisch wie inhaltlich mit der Frage auseinander, was es bedeutet, kulturelles Erbe anzunehmen und zu transformieren. Ausgangspunkt für das Projekt ist eine bedeutende Spende, die Edelsteine wie Silber umfasst, aus dem Nachlass der renommierten Schmuckkünstlerin Ebbe Weiss-Weingart. Die Materialien werden symbolisch an die nachfolgende Generation übergeben. Die Spende gilt als Einladung, das kulturelle Erbe aktiv gestalterisch weiterzuentwickeln und eine eigene Arbeit entstehen zu lassen. Die Schüler*innen können mit den Materialien Schmuckstücke, Accessoire oder Objekte entwerfen, die persönliche wie gestalterische Perspektive auf die Themen Erbe, Verantwortung, Teilhabe und Zukunft sichtbar machen werden.

Per Losverfahren wurde das Material an 40 Schüler*innen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau übergeben. Bis Februar haben die Schüler*innen Zeit mit den Materialien eine eigene Arbeit umzusetzen, die im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau ausgestellt wird. Im Rahmen der Ausstellung findet eine öffentliche Versteigerung der Ausstellungsstücke statt. Der Erlös der Versteigerung wird in zukünftige Schulprojekte fließen.

Mit dem Projekt wird das Bewusstsein für immaterielles Kulturerbe und Schmuck im Kontext von Gestaltung, Partizipation und Bildung gestärkt. Ebenfalls verleiht es dem kreativen Nachwuchs im Rahmen des World Design Capital 2026 eine Sichtbarkeit und dient der Vernetzung verschiedener Hanauer Kulturinstitutionen. Besonders wertvoll ist die Verknüpfung handwerklicher Bildung, kultureller Praxis und öffentlicher Beteiligung.

Kooperationspartnerinnen und Partner des Projekts sind: Die Staatliche Zeichenakademie Hanau, die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V., Ulrike Heberling-Weingart, der Rotary Club, die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Zeichenakademie e.V. und das Kulturforum Hanau.

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Vortrag von Vivi Touloumidi, 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin, 2. September 2025 an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Foto. Anne Berger

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Vortrag von Vivi Touloumidi, 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin, 2. September 2025 an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Foto. Anne Berger

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Verlosung der Materialien und Teilnehmenden für den Wettbewerb „mitWirkung – Partizipation durch Gestaltung“. Von links: Simone Schmitt, stellvertretende Schulleiterin der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; Malte Guttek, Leiter des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau. Foto: Anne Berger


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