1.500 Jugendlichen konnten nicht auf betriebliche Ausbildungsplätze vermittelt werden. Stattdessen wurde diesen Jugendlichen nur Praktika, schulische Weiterbildungen oder Berufsförderungsmaßnahmen angeboten, die in der Regel unbezahlt sind. Bei 500 Jugendlichen ist der Arbeitsagentur schlicht nicht bekannt wie es mit den Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss weitergeht. „Insbesondere in Zeiten, in denen die Unternehmen immer wieder über den sogenannten „Fachkräftemangel“ klagen, ist es skandalös, dass die ohnehin zu wenigen Ausbildungsplätze im Agenturbezirk Hanau in diesem Jahr um weitere 345 Angebote zurückgingen, während sich 100 Jugendliche mehr als im Vorjahr auf die angebotenen Ausbildungsplätze bewarben.“, kritisiert Huth. „Unternehmen die nicht bereit sind Jugendliche auszubilden und damit Sorge zu tragen, dass die Beriebe auch zukünftig genügend Fachkräfte zur Verfügung haben, scheinen die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben und brauchen nicht zu jammern, dass sie ja gezwungenermaßen auf Leih- und Zeitarbeit zurückgreifen müssten.“ Die DGB-Jugend in der Region Südosthessen fordert angesichts dieser Zahlen die Unternehmen auf, sich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst zu werden, genügend Ausbildungsstellen bereitzustellen und den Fachkräften von morgen eine berufliche Perspektive zu bieten.
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