Ein kalter Wintermorgen am Verteilerzentrum der deutschen Post in Hanau: Über Nacht ist das Thermometer auf minus sechs Grad gefallen.
Ein kalter Wintermorgen am Verteilerzentrum der deutschen Post in Hanau: Über Nacht ist das Thermometer auf minus sechs Grad gefallen.
Doch dass tut der guten Laune der dutzenden Paketzusteller keinen Abbruch, die bereits seit halb sieben ihre Wagen beladen. Eine von Ihnen ist Cornelia Voigt. Die 25-Jährige hat vor wenigen Monaten ihre Ausbildung zur Fachkraft für Express- und Postdienstleistungen abgeschlossen.
Auf die Idee, bei Europas größten Unternehmen einzusteigen, kam sie dank der Vermittlung von Norbert Hinkel, Arbeitsvermittler beim Kommunalen Center für Arbeit (KCA). Vor rund zwei Jahren bezog die Hanauerin noch Arbeitslosengeld II und hatte trotz verschiedener Praktika in keinem Beruf Fuß fassen können. „Ich konnte Frau Voigt davon überzeugen, dass die Deutsche Post ihr eine attraktive und zukunftssichere Perspektive bietet.“ Nach zweijähriger Ausbildung in der Brief- und Paketzustellung wechselte die Hanauerin endgültig in den Paket-Bereich. „Das Paket-Segment wird für die deutsche Post immer wichtiger“, erklärt Zustellbasenleiter Rolf Breitsprecher. Dagegen nehme aufgrund moderner Kommunikationsmedien die Bedeutung des Briefverkehrs ständig ab. Für Cornelia Voigt war die Umstellung aber kein Problem: „An meinem Beruf gefällt mir die Abwechslung und die Freiheit, die wir haben, wenn wir unterwegs sind.“ Breitsprecher pflichtet ihr bei: „Im Fahrzeug ist man sein eigener Herr. Aber die Karriere muss dort nicht enden – bei uns stehen guten Kräften alle Türen offen, sich weiter zu entwickeln.“ Gerade in der Paketlogistik bestehe ein scharfer Wettbewerb. Die Deutsche Post biete faire Arbeitsbedingungen, tarifliche Bezahlung unbefristete Arbeitsverhältnisse und soziale Aspekte wie betriebliches Gesundheitsmanagement.
„Gegenüber einem Job in der Logistikbranche herrschen immer noch viele Vorurteile“, weiß KCA-Vorstand Michael Krumbe. Das führe dazu, dass freie Stellen unbesetzt blieben und man nur mühsam geeignete Bewerber finde. „Als Jobcenter werden wir unsere Anstrengungen verstärken, Personal für diesen boomenden Sektor zu finden“, verspricht der KCA-Chef.
Foto (von links): KCA-Arbeitsvermittler Norbert Hinkel, Cornelia Voigt und ZBL Rolf Breitsprecher.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de