„Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel im Vorstellungsgespräch beachten muss“ so fasst eine Schülerin der neunten Jahrgangsstufe ihre Lernerfahrung beispielhaft zusammen.
„Das Üben hat mir viel gebracht und der erste Eindruck zählt einfach“ so die Rückmeldung eines Schülers nach der Teilnahme an den Seminartagen von Pilot – Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe.
Der Schüler und die Schülerin der neunten Jahrgangsstufe Realschule an der Otto-Hahn-Schule haben an einem Kursangebot zur gezielten Erprobung unterschiedlicher Verhaltensmuster und Kommunikationsstile im Berufsalltag und hier insbesondere in Dienstleistungsberufen teilgenommen. Verhaltenssicherheit in offiziellen Situationen, in den Bereichen Kommunikation, Selbstreflexion und Selbstdarstellung zu erlangen, ist Ziel des Kurses. Das Seminarangebot richtet sich an 115 Schülerinnen und Schüler des Haupt- und Realschulbereiches. Die Kooperation von Schule und Evangelischer Jugendberufshilfe machte die Umsetzung möglich. Fördermittel von Pilot-Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe sowie Projektmittel der Hessischen Europaschulen, ein Gütesiegel, das die Otto-Hahn-Schule auszeichnet, ermöglichte die Durchführung. „Die Förderung von jungen Menschen zur Vorbereitung auf die Berufswelt halten wir für eine sehr wichtige gemeinsame Aufgabe“, so Ramona Zeller, Leiterin der Hauptschule und beauftragte Lehrerin für Berufsorientierung der Otto-Hahn-Schule.
Von dem Angebot überzeugt hat er sich gemeinsam mit den Lehrkräften auch die Vertreterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hanau, Nadica Malecic. Sie freut sich besonders, dass durch die Kooperation eine 50%ige Förderung der Agentur möglich wurde und betont das praxisnahe und kompetente Angebot.
Die Schülerinnen und Schüler der Otto-Hahn-Schule sind derzeit alle im Berufswahlprozess und haben sich für unterschiedliche Betriebspraktika entschieden. Ein Vorstellungsgespräch wird für sie in naher Zukunft anstehen. Um hier ihre Fähigkeiten einbringen zu können und möglichst viel Erfahrung mitzunehmen wird im Rollenspiel geübt. So wurden Kommunikationsstile- und regeln sowie höfliche Umgangsformen, Haltung, Mimik und besondere Situationen trainiert. Die Reflexion des eigenen Verhaltens, die Einschätzung des eigenen Könnens sowie das Erleben der unterschiedlichen Situationen verschafft den Schülerinnen und Schülern deutlich mehr Sicherheit für die bevorstehende Aufgabe. Ziel des Seminars war es, seine Fähigkeiten zu kennen, dadurch besser einsetzen zu können und schließlich den gewünschten Ausbildungsberuf zu erhalten.
Die zuständigen Klassenlehrerinnen weisen ausdrücklich auf die guten Effekte im Berufsorientierungsprozess der Schülerinnen und Schüler hin. Dabei ist das Seminarangebot eingebettet in das Gesamtkonzept der Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Träger. Mit diesem Angebot als einem Baustein im Rahmen der Kooperation von Schule und Jugendberufshilfe werden die Schülerinnen und Schüler gezielt in ihrer Berufswahl und im Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Dies ist allen Akteuren ein wichtiges Anliegen.
Foto: Nadica Malecic, Teamleiterin Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hanau überzeugt sich persönlich vom zukunftsweisenden Einsatz der Fördermittel der Agentur für Arbeit Hanau.
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