Unverschämt. Lesbische Frauen und schwule Männer

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Am Mittwoch, den 12. Juni 2019, eröffnen Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration, sowie Oberbürgermeister Claus Kaminsky gemeinsam mit Peter Jüngling vom Verein CSD-Hanau e.V. und Diana Schreiber-Kleinhenz vom Center-Management des Forums Hanau um 11 Uhr die Ausstellung ‚Unverschämt. Lesbische Frauen und schwule Männer in Hessen von 1945 bis 1985‘ im Untergeschoss des Forum Hanau.

Die Ausstellung bildet das Ergebnis eines Forschungsprojektes zur ‚Aufarbeitung der Schicksale der Opfer des ehemaligen § 175 StGB in Hessen‘. Sie wurde vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration in Auftrag gegeben und der Brüder-Grimm-Stadt Hanau zur Präsentation zur Verfügung gestellt. Bürgerinnen und Bürger aus Hanau und dem Umland sowie Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zur Ausstellungseröffnung und dem Besuch der Ausstellung in den kommenden vier Wochen (bis 6. Juli 2019) herzlich eingeladen.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky: „Mit dieser Ausstellung erinnern wir an die Diskriminierung und Verfolgung von homosexuellen Menschen und würdigen gleichsam ihre nicht immer einfache Emanzipationsbewegung. Der in diesem Jahr erstmals in Hanau stattfindende Christopher-Street-Day (CSD) in zwei Wochen wird uns zeigen, dass sich die Menschen hier in Hanau zu ihrer Vielfalt und der Freiheit aller menschlichen Lebensweisen bekennen. Wir freuen uns daher sehr, dass diese Wanderausstellung genau 50 Jahre nach dem Datum, als der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches vom Deutschen Bundestag entscheidend verändert und damit praktisch abgeschafft wurde, nämlich am 25. Juni 1969, in Hanau gezeigt werden kann.

Rechtliche Gleichstellung geht leider nicht immer und überall mit der gesellschaftlichen Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen einher. Dafür müssen wir immer noch alle gemeinsam einstehen. An vielen Orten der Welt erleben wir momentan leider, wie schnell Toleranz und Wohlwollen in Hass und Ablehnung umschlagen können.“

Wie Peter Jüngling vom Verein CSD-Hanau e.V. berichtete, wurden nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute noch homosexuell lebende und liebende Menschen aufgrund ihrer von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Lebensweise angefeindet. Besonders Jugendliche werden nach neueren Untersuchungen häufig diskriminiert. Acht von zehn homosexuellen Jugendlichen berichten von Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, aber auch in der Familie oder in der Öffentlichkeit. Und noch immer ist die Suizidrate unter homosexuellen Jugendlichen exorbitant höher als bei heterosexuell lebenden Menschen ( https://www.queer.de/detail.php?article_id=30881 ).

Aus diesem Grund dankt Jüngling nicht nur dem Minister und den jederzeit hilfsbereiten Mitarbeiter/innen im Hessischen Sozialministerium für die gute Zusammenarbeit, sondern auch Diana Schreiber-Kleinhenz vom Forum Hanau, dass diese bemerkenswerte Ausstellung in Hanau gezeigt werden kann. Im Forum Hanau fanden die Veranstalter des Hanauer CSD einen idealen Ausstellungsort; wird diese Fläche doch von zahlreichen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität besucht.

Das Ausstellungskonzept umfasst insgesamt drei Themenbereiche: Der erste Bereich umfasst die Dokumentation der strafrechtlichen Verfolgung schwuler Männer aufgrund des ehemaligen § 175 StGB. Der zweite Teil enthält die Darstellung der Geschichte der nicht-strafrechtlichen Unterdrückung schwuler Männer bis hin zu den Emanzipationsbewegungen. Die Geschichte der Ausgrenzung und Repression lesbischer Frauen und ihrer Emanzipationsbewegung ist Gegenstand des dritten Teils.

 

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