Ausstellung "Menschliche Landschaften" eröffnet

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Die Reihe "Kunst vor dem OB-Büro" im Hanauer Rathaus findet mit der Ausstellung "Menschliche Landschaften" über die Fotografin Marianne Sin-Pfältzer ihre Fortsetzung.

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Die Ausstellung wurde zusammen mit dem Ilisso-Verlag in Sardinien erarbeitet, wo die 1926 in Hanau geborene Fotografin bis zu ihrem Tode im Jahr 2015 lebte. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 16.30 Uhr, mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky im Foyer im ersten Stock des Neustädter Rathauses (Neubau).

Die Ausstellung wird vom 7. Juni bis 31. August zu sehen sein und kann während der Öffnungszeiten des Stadtladens Hanau besucht werden:
MO, 8:30 –14:00 Uhr
DI, 8:30 –18:00 Uhr
MI, 7:00 –18:00 Uhr
DO, 8:30 –15:00 Uhr
FR, 8:30 –15:00 Uhr
SA, 9:00 –12:00 Uhr

Hintergrund

Marianne Sin-Pfältzer, 1926 in Hanau geboren und 2015 in Sardinien verstorben, lernte das fototechnische Rüstzeug Anfang der 50er Jahre an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München. Ihren fotografischen Stil verfeinerte sie in Paris im Umfeld berühmter Fotografen jener Zeit und begann als freie Berufsfotografin. 1955 reiste sie erstmals nach Sardinien. Zwei Jahrzehnte lang kehrte sie immer wieder zurück und ließ sich schließlich 2005 dort nieder. Parallel dazu unternahm sie weltweite Fotoreisen: Philadelphia, 1965; Hawaii, 1966; Sowjetunion, 1967; Philippinen, Thailand, Sri Lanka, 1969; Kalkutta und Neu-Delhi, Elfenbeinküste, 1979.

Neben ihrer Hauptaktivität, der Reportagefotografie für Bücher und Periodika, widmete Sin-Pfältzer sich der Portraitfotografie, sei es in Theater- und Konzertsälen oder im Studio, wo sie mit diversen Techniken einige der bekanntesten Zeitgenossen aus Film und Kultur verewigte. Sie führte auch Industrie- und Werbeaufträge aus; so etwa für Agfa, Perutz, Kodak, Braun oder Hohner. Doch die größte Inspiration fand Sin-Pfältzer in Sardinien. Hier erarbeitete sie in rund zwanzig-jährigem Wirken den beachtlichsten Teil ihres Archivs, das sich später als das bedeutendste und engmaschigste Bildrepertorium über das Nachkriegs-Sardinien erweist. Es dokumentiert alle Aspekte, vom Arbeits- bis zum Alltagsleben in jedem Dorf und jeder Stadt, in Schwarz-Weiß und in Farbe. Dies bezeugt die vom Verlag Ilisso publizierte Monografie Sardegna.Paesaggi Umani, die auch in deutschsprachiger Ausgabe vorliegt.

In den Achtzigerjahren gab Sin-Pfältzer die Fotografie auf, um sich dem zu widmen, was sie selbst als "Foto-Batik" definierte, dem Entwurf von Vorlagen für Textil- oder Keramikdruck mit fotografischen Mitteln. Auf Fachmessen stellte sie diese mit ansehnlichem Erfolg bei Industriekunden vor. Beträchtlich ist auch die Ausstellungstätigkeit, mit der sie vor allem Sardinien bekanntmachen und fördern wollte, wie zuletzt und ganz besonders 2001 bei einer ihr gewidmeten Retrospektive im Hanauer Schloss Philippsruhe.

Foto: Ausstellung "Menschliche Landschaften" - Fotografien von Marianne Sin-Pfältzer im Hanau Rathaus.

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