Virtuose der Silberschmiedekunst

Von links: Beate Hofmann (Sammlungsleitung Städtische Museen Hanau), Uwe Gluth (Enkel August Bocks) und seine Frau Doris Gluth sowie Dipl.-Pol. Martin Hoppe (Leitung Fachbereich Kultur der Stadt Hanau) freuen sich über die dauerhafte Würdigung August Bocks im Museum Großauheim. Foto-Copyright: Städtische Museen Hanau/Detlef Sundermann

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Das Museum Großauheim widmet sich sowohl der reichen Industrie- und Arbeitsgeschichte Großauheims als auch der besonderen Kunst im größten Hanauer Stadtteil.

Zu den herausragenden Kunstschaffenden aus Großauheim zählt neben dem Bildhauer August Gaul und dem Maler August Peukert auch der Silberschmied und Lehrer der Hanauer Zeichenakademie August Bock (1879-1968). Zur Würdigung August Bocks ist sein Portraitkopf ab sofort im Wintergarten in der ersten Etage des Museum Großauheim zu sehen. Das Bildnis stammt aus der Hand von niemand geringerem als von August Bock selbst. Der Silberschmied hat sich als Lehrer der später am Bauhaus tätigen Wilhelm Wagenfeld und Christian Dell verdient gemacht und zählt zu den herausragenden Silberschmieden der Region. Der Porträtkopf des Künstlers wurde von Restaurator Thomas Adamowicz (Städtische Museen Hanau) umfassend restauriert.

Zur Einweihung des Portraitkopfes an seinem neuen Standort im Museum luden Beate Hofmann (Sammlungsleitung Städtische Museen Hanau), Dipl.-Pol. Martin Hoppe (Leitung Fachbereich Kultur der Stadt Hanau) den Enkel des Künstlers, Uwe Gluth, und seine Frau Doris Gluth ein. Das Paar freute sich über die dauerhafte Würdigung August Bocks im Museum Großauheim. Ausgebildet 1893-1896 an der Königlichen Zeichenakademie und bei der Silberwarenfabrik J. D. Schleissner Söhne in Hanau, ging August Bock in Heilbronn, Hamburg und Berlin bei Vollgold, der Hofgoldschmiede Kaiser Wilhelms II., in die Lehre. 1905 wurde er als Lehrer an die Hanauer Zeichenakademie berufen, wo er unter Direktor Hugo Leven die Klasse für Silberschmieden, Hammerarbeit und Montieren leitete. 1921 wurde er zum Professor ernannt.

Der Meister der sogenannten Hammerarbeit schuf Porträtplastik und zahlreiches Tafelgerät in feinster Schmiedearbeit und nahm an internationalen Ausstellungen in Turin, Berlin, Brüssel, Düsseldorf und München teil. Sein virtuoses Können zeigt sich in seinen Porträtköpfen, die er aus einem Stück Silber- oder Kupferblech einzig mit dem Hammer aufzog. 1942 wurde ihm der Goldene Ehrenring der Gesellschaft für Goldschmiedekunst verliehen. August Bock unterrichtete bis 1950 an der Hanauer Zeichenakademie und prägte zahlreiche Schüler, wie die später am Bauhaus tätigen Christian Dell (1893-1974) und Wilhelm Wagenfeld (1900-1990), sowie in der Nachkriegszeit auch Peter Raacke (1928-2022). Dem weltbekannten Industriedesign dieser bedeutenden Künstler lag die Vermittlung höchster handwerklicher Silberschmiedekunst ihres Lehrers zugrunde. August Bock starb am 17. März 1968 und wurde auf dem Hanauer Hauptfriedhof beigesetzt.

Das Museum Großauheim hat samstags und sonntags von 11-17 Uhr geöffnet. An den Wochenenden vom 24. und 25. Dezember sowie am 31. Dezember und am 1. Januar 2023 ist das Museum Großauheim geschlossen. Ab Samstag, den 7.1.2023 öffnet das Museum wie gewohnt wieder jeden Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr seine Türen.

Alle Informationen finden sich auch auf der Webseite www.museen-hanau.de

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Ab sofort im Museum Großauheim zu sehen: Die Porträtbüste von August Bock.

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Von links: Beate Hofmann (Sammlungsleitung Städtische Museen Hanau), Uwe Gluth (Enkel August Bocks) und seine Frau Doris Gluth sowie Dipl.-Pol. Martin Hoppe (Leitung Fachbereich Kultur der Stadt Hanau) freuen sich über die dauerhafte Würdigung August Bocks im Museum Großauheim.

Fotos-Copyright: Städtische Museen Hanau/Detlef Sundermann


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