Was hat es mit dieser sonderbaren Schreibweise auf sich, werden hier Rechtschreibung und Trennungsregeln verrückt? Wie wir Dinge bewerten, hängt meist vom Ausgangspunkt der Betrachtung ab. Vier sehr unterschiedlich arbeitende Künstlerinnen laden zu einem Erkundungsgang ein. Ellen Hug, Kulturpreisträgerin des MKK 2021, arbeitet zum Großteil mit selbstgeschöpften Papieren.  Aus ihrem Ausgangsmaterial entwickelt sie Installationen und Assemblagen sowie Tafelbilder in Mischtechnik in subtil austarierten Farbtönen.

Eine zeitliche Komponente spiegelt sich in   ihrem Werk „Drumming“ durch Verwendung von Gegenständen, die ihre eigentliche Nutzungsbestimmung bereits durchlebt haben. Ebenso greift sie die Veränderung und Verwitterung ihrer Objekte im Freien auf und transformiert die Werke unter diesem Aspekt. Isolde Nagel zeigt u.a. Arbeiten aus zwei neuen Werkgruppen, die Begriffe aus dem gängigen Sprachgebrauch zerlegen und hinterfragen. Mit Feder, Stiften und Kreiden zeichnet sie skurrile Interaktionen zwischen Stühlen. Der offensichtlichen Instabilität des Geschehens stellt sich die zurückgenommene Farbgestaltung entgegen.

Im Zyklus „Schmetterlingsdefekt“ dagegen gehen Collageelemente und Farbstiftzeichnung ineinander über in einem Meer von möglichen zukünftigen Erklärungen. Silke Reusing setzt sich in ihren Werken mit politischen und geografischen Verbindungen und Verzerrungen auseinander. Dabei spielt Schrift eine tragende Rolle in der Werkreihe „Putin“ und „Ukraine“, in der Scherenschnitt mit der Drucktechnik Cyanotypie kombiniert ist. Mitunter zum Schmunzeln regen die Streichholzschachtel-Collagen der Serie „Zeitgeist“ an, die gängige Werbeslogans unterwandern.

Zahra Shirkhani arbeitet überwiegend in Öl. Die ausgestellten Arbeiten sind meist Porträts. Ob es sich dabei um reale Personen handelt, steht nicht zur Debatte. Ausdrücklich möchte die Künstlerin keine Erklärungen zufügen, da ihre Gemälde ihre unausgesprochenen Worte sind. Die Gesichter, die teils durch Farbschleier verschwimmen animieren dazu, eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Die Vernissage der vieldeutigen Ausstellung findet am Sonntag, 9. Juni um 15 Uhr statt.

Öffnungszeiten sind jeweils Sonntag von 15 bis 19 Uhr.

Literarischen Genuss bietet am 16. Juni um 17 Uhr Hans-Jürgen Lenhart. Mit seinem Programm „Der Maskenball der Wörter“ wirbelt er bisherige Sinnhaftigkeiten gehörig durcheinander.

Als abschließendes Bonbon während der Finissage am 30. Juni sind die Damen von „Die Mädels“ ab 17 Uhr mit A-cappella-Gesang zu hören.

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