„Alter und Liebe“ sorgt stets für Gesprächsstoff

Ausstellungen

Die Ausstellung „Alter und Liebe“ des Hanauer Seniorenbüros war  seit 2010 bundesweit in 22 Städten und Gemeinden zu sehen.

VORSPRUNG - Kaffeespende

groteaussgroteauss1Die Bilderserie des Fotografen Winfried Eberhardt wurde nun erweitert und zeigt auch Fotos zweier  homosexueller Paare. Von 14. Februar an werden die 49 Fotos, die Einblicke in Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Alter gewähren,  in Marburg in einem Beratungszentrum der Altenplanung präsentiert.  Im März kommen sie zurück in die Brüder-Grimm-Stadt.

Bei der Recherche für die Ausstellung hätten sich seinerzeit keine gleichgeschlechtlichen Ehepaare bereit erklärt, sich fotografieren zu lassen, erinnert sich  Initiatorin Barbara Heddendorp vom städtischen Seniorenbüro. Und selbst das eine oder andere heterosexuelle Ehepaar musste sich erst ein wenig überwinden,  Nähe durch den Fotografen Winfried Eberhardt zuzulassen. Berührende Szenen hat er mit seiner Kamera eingefangen -  vom sich zärtlich ansehen, berühren, umarmen, liebkosen. Barbara Heddendorp ist es unter anderem durch eine Anfrage bei Queer e.V. Hanau gelungen, eine Lücke in der Ausstellung zu schließen. „Zur Lebenswirklichkeit in einer toleranten und vielfältigen Gesellschaft gehört die gleichgeschlechtliche Liebe einfach dazu“, betont  Stadtrat Axel Weiss-Thiel.  „Das machen wir  mit Burkhard Huwe und Michael Radtke sowie Barbara Grote und Petra Weber-Grote sichtbar.“ Für Barbara Heddendorp waren die Gespräche mit den zwei Ehepaaren bereichernd, erzählt sie. „Sie zeigten mir die tiefe Zuneigung füreinander.“

In der  Dokumentation mit Interviews der Fotografierten sind diese allerdings nicht enthalten. Sie werden erst in der zweiten Auflage der Broschüre ihren Platz haben. Doch noch ist diese nicht gedruckt. Das Seniorenbüro sucht  Sponsoren. „Ich würde mich freuen“, so der Leiter des Seniorenbüros, Michael Stegmann, „wenn es uns gelänge, dieses Projekt auch in Zukunft weit über die Stadtgrenzen Hanaus hinaus fortzuführen“. Das Begleitheft sei ein wichtiges  Element, denn die elf Interviews verdeutlichten, „dass Liebe im Alter kein Tabuthema ist und ebenso wie in anderen Lebensphasen einen großen Stellenwert hat.“ Die Frauen und Männer erzählen von ihrer Beziehung, von neuen Partnerschaften nach Trennungen oder dem Tod eines Partners, berichten von der Bedeutung der emotionalen und körperlichen Veränderungen der Liebe im Vergleich zu jüngeren Jahren und vereinzelt auch von der Belastung der Liebesbeziehung in einer Pflegesituation. Die eindrucksvollen und berührenden  Fotos, aber auch die Interviews sorgten bislang für Gesprächsstoff in Kliniken, Rathäusern und Büchereien, in Altenzentren, einer Kirche, in einem Bildungszentrum, einem Schloss, im Kloster Eberbach und in der  Fachhochschule Frankfurt.

Kommunen und Organisationen, die daran interessiert sind, können sich mit Projektleiterin Barbara Heddendorp (06181/6682060; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) in Verbindung setzen.  Sie ist auch Ansprechpartnerin für potenzielle Sponsoren.

Foto: Barbara Grote und Petra Weber-Grote. Foto: Winfried Eberhardt.

Foto: Burkhard Huwe und Michael Radtke. Foto: Winfried Eberhardt


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