In den Räumlichkeiten der Gelnhäuser Krankenhaus-Cafeteria bieten die Main-Kinzig-Kliniken regionalen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke den Patienten, Besuchern sowie der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Aktuell findet sich hier eine Auswahl von Werken der Künstlerin Brigitte Verhoefen aus Linsengericht-Geislitz. Im Zentrum der Ausstellung steht das Thema „Geschichten“, und dies auf sehr besondere Weise: „Geschichten bieten einen Kontext für das Lernen, egal ob sie erzählt oder durchlebt werden oder ob sie eine Gestalt im Bild erhalten. Jede Geschichte ist eine potenzielle Liebesgeschichte“, so Verhoefen. Dabei gehe es nicht immer um erfüllte Liebe, so die 62-Jährige, sondern beispielsweise auch um Formen der ersehnten, zerbrochenen oder vergessenen Liebe: „Die Herausforderung liegt darin, die Macht der Liebe in meinen Geschichten zu finden.“
Hinzu kommt aber noch ein anderer Aspekt, den Verhoefen mit dem Wortspiel „Geh-Schichten“ beschreibt: „Die langsame Bewegung des Malprozesses lässt mich Schichten durchdringen, bis ich mit dem lebendigen Kern in mir in Berührung komme, um Trost und Perspektive zu finden. So gehe ich von Geschichte zu Geschichte und ,spreche’ beim Malen über die tieferen Belange meiner Seele.“
Es war insbesondere die kreativ-künstlerische Arbeit mit Kindern, Schülern und Studierenden, die die Lehrerin vor vielen Jahren auf den eigenen künstlerischen Weg führte. Malen stellt für Verhoefen ein Mittel zur Selbsterfahrung, Erweiterung der Persönlichkeit und Entwicklung von Kreativität dar. „Beim Malen erlebe ich dieses Wohlbefinden, wenn Wahrheit sich zeigt“, so die Künstlerin. Ihre farbenfrohen Bilder, die gleichermaßen ausdrucksstark wie trostspendend sind, können noch bis Mitte April in der Krankenhaus-Cafeteria bewundert werden.
Foto: Brigitte Verhoefen vor einem ihrer Lieblingswerke im Gelnhäuser Krankenhaus.
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