Beim Nachholspiel gegen Tabellenführer Würzburg gerieten die Hanauer massiv unter die Räder. Vor allem in der zweiten Hälfte verlor das Team den Faden und fand kein Mittel, um die Gäste zu stoppen. Am Ende unterlagen die White Wings mit 86:124.

Dabei hatte zumindest das erste Viertel noch Hoffnung auf ein knapperes Ergebnis gemacht. Zwar gingen die Würzburger früh mit 0:8 in Führung, danach fanden dann aber auch die Gastgeber ein wenig ins Spiel und waren zumindest offensiv effektiv.  Mit 31:27 gingen beide Teams in den zweiten Spielabschnitt. "Allerdings haben wir es verpasst, Würzburg von Anfang an an der Dreierlinie zu verteidigen", so White-Wings-Interimscoach Michael Luprich nach dem Spiel.

Das rächte sich vor allem in Viertel 2 und 3, als die White Wings offensiv deutlich an Effektivität einbüßten. Die Hanauer brauchten zu viele Versuche, um den Ball im Korb unterzubringen, während der TG s.Oliver Würzburg so ziemlich alles gelingen wollte - allen voran dem BBL-Talent Joshua Obiesie, der 28 Punkte holte, und Importspieler Rytis Pipiras, der 25 Punkte beisteuerte. Auch Umstellungen im Defensivsystem führten nicht zum Erfolg. "Wir hatten einen klaren Plan, aber wir haben es nicht geschafft, ihn umzusetzen", gibt sich Luprich selbstkritisch. Zu häufig standen die Würzburger Werfer frei und konnten sich Zeit für ihre 3-Punkte-Würfe nehmen. "Man merkt ihrem Kader an, dass 7 Spieler regelmäßig in der BBL mittrainieren - sie waren fast immer eine Sekunde schneller als wir."

So fielen am Ende 18 von 31 Dreiern auf Seiten der Gäste. "Das werfen sie vielleicht einmal in der Saison", sagt Luprich. Sein Team hingegen schaffte es nicht, das Momentum zu kippen. So liefen die White Wings das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher. Trotz ein paar mehr Treffern im letzten Viertel gelang es nicht mehr, zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Mit 86:124 setzte es für die Hanauer eine der höchsten Niederlagen der letzten Jahre.

"So ein Spiel wird nie wieder passieren. Wir müssen das vergessen und nach vorne schauen. Wir sind derzeit nicht das beste Defensivteam. Das wissen wir auch, aber wir brauchen noch eine Weile, um das zu verändern. Wir sollten mitnehmen, dass wir gegen jedes Team der Liga an die 90 Punkte machen können, aber wir müssen besser verteidigen", sagt Luprich abschließend.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (10 Punkte/5 Rebounds/2 Assists)
Jonathan Mesghna (11/2/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (13/5/2)
Felix Hecker (4/3/1)
Till-Joscha Jönke (18/4/2)
Ryan Beisty (7/5/4)
Jonas Niedermanner (5/0/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (2/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (16/5/5)

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