„Das Glas ist halb voll und nicht halb leer“

Basketball

Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde klammern sich die Hanau White Wings noch an einen verbliebenen Strohhalm mit Blick auf die Play-offs.

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Aktuell liegen die Flügelträger auf Tabellenplatz neun und liefern sich ein Fernduell mit der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen um den letzten verbliebenen Play-off-Platz acht. Die Schwaben haben aktuell zwei Punkte Vorsprung auf die Hessen und zudem den direkten Vergleich gewonnen. Das macht die Rechnung aber relativ einfach. Hanau muss seine beiden Begegnungen gegen Nördlingen und Lich gewinnen, parallel muss Leitershofen/Stadtbergen seinerseits in den anstehenden Spielen verlieren. „Das ist ein theoretisches Konstrukt. Wir brauchen nicht nach Leitershofen schauen, wenn wir unsere Hausaufgaben nicht erfüllen“, weiß Mate Condic vom Management. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, so Condic mit einem Augenzwinkern.

Derweil hat der kommende Gegner Nördlingen andere Ziele vor Augen. Mit dem 89:70-Sieg über Dresden sicherten sich die Giants endgültig die Play-off-Teilnahme, streben aber nach mehr. „Unser Ziel ist es jetzt, unter den ersten vier der Tabelle zu bleiben, um mit Heimrecht in die Playoffs zu starten“, sagte Nördlingens Trainer Mario Matic nach dem Sieg über Dresden. Mit Gastgeschenken ist also keineswegs zu rechnen. Treten die Hanauer aber defensiv so auf wie zuletzt in Leverkusen, wird es auch für den Tabellendritten aus Nördlingen schwer, die Punkte aus der Brüder-Grimm-Stadt zu entführen. „Wir werden uns sicher nicht verstecken. Was wir defensiv in Leverkusen abgerufen haben, wie intensiv wir verteidigt haben, das war beeindruckend. Wir müssen aber offensiv abgeklärter auftreten und dürfen uns nicht so viele Ballverluste erlauben“, weiß Condic.

Die Marschroute ist klar, nur ein Sieg zählt. Noch besteht ein Funken Hoffnung, dass nach dem 24. Spieltag die Rechenschieber rausgeholt werden und die White Wings doch noch über den Strich klettern. Kontrahent Leitershofen läuft in heimischer Halle gegen Konstanz auf. Zwar steht Konstanz bereits als Play-down-Teilnehmer fest, hofft aber darauf, dass die Schwaben mit in die Relegationsrunde müssen, da bereits das Hinspiel an Konstanz ging und die Punkte aus der Hauptsaison mit in die Abstiegsrunde genommen werden. Hanau und Konstanz können sich also gegenseitig unter die Arme greifen. Und am letzten Spieltag muss Leitershofen noch zum Meister nach Rhöndorf. „Das Glas ist halb voll und nicht halb leer“, übt sich Condic in Zweckoptimismus.

Mit in der Halle wir dann auch der Special Olympics Deutschland in Hessen e.V. sein, der gemeinsam mit Partner Hooters die Daumen drückt. Für positive Stimmung sorgt im Vorfeld hoffentlich die zweite Herrenmannschaft aus Hanau. Die absolviert in der Main-Kinzig-Halle ab 15 Uhr ihr letztes Heimspiel der Saison in der Landesliga. Gewinnt die Truppe von Sven Witt die Partie gegen Frankfurt-Griesheim, ist der Aufstieg in die Oberliga perfekt. Zuschauer, die bereits das Spiel der Herren II verfolgen, erhalten beim ProB-Spiel Eintritt zum halben Preis.


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