Junge Baunacher nicht ins Laufen kommen lassen

Basketball

Auf dem Papier sieht es nach einer Pflichtaufgabe aus. Doch das Heimspiel der Hanau White Wings gegen Baunach birgt durchaus mehr Brisanz, als auf den ersten Blick auf die Tabelle zu erahnen ist.

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Denn die Gäste sind die neue Talentschmiede des Deutschen Meisters aus Bamberg.

Nach dem Abstieg des TSV Breitengüssbach pflegen die Bamberger im Jugendbereich zwar weiterhin die Zusammenarbeit mit dem TSV. In der ProB heißt der Partner seit dieser Saison jedoch Baunach. Das Konzept des nächsten Gegners der White Wings hat daher folgerichtig die Ausbildung junger Talente als Ziel. Abgesehen vom erfahrenen Ivan Pavic (Jahrgang 1981) ist kein Akteur älter als 24 Jahre. Wie ausgeglichen und talentiert die Truppe von Trainer Ulf Schabacker ist, verdeutlicht das letzte Spiel gegen Lich. Zwar mussten die Baunacher am Ende eine 72:81-Niederlage einstecken, führten aber zur Pause 40:38 und handelten sich erst im Schlussviertel den entscheidenden Rückstand ein. Offensiv kann sich der Gast dabei vor allem auf den einzigen US-Boy im Kader Antonio Stabler sowie Johannes Thiemann bauen, die regelmäßig zweistellig punkten. Zudem sind neben Pavic und dem Trainer aus Breitengüssbach die Talente Alexander Engel und Dino Dizdarevic nach Baunach gewechselt.

„Die Tabelle trügt. Baunach ist weitaus besser als die Ergebnisse sagen, was sie können, haben sie bereits in der Vorbereitung aufblitzen lassen“, weiß Sven Witt vom Hanauer Management. „Was ihnen fehlt, ist in engen Spielen die Erfahrung“, ergänzt er. Kein Wunder bei einem Altersschnitt, der nur knapp über 20 Jahren liegt. Zumal das Auftaktprogramm kein leichtes wahr. Nach zwei erfolgreichen Auftaktbegegnungen gegen Weißenhorn und Leitershofen, folgten zwei Niederlagen gegen Spitzenreiter Dresden und den Tabellenzweiten Leipzig. Weitere Pleiten gegen Speyer und Lich bedeuten jedoch einen Platz im Tabellenkeller.

Ziel für die White Wings ist es daher, die Nachwuchstalente unter Druck zu setzen und zahlreiche Ballverluste zu provozieren. Besonders viel Arbeit wird auf den zuletzt sehr gut aufgelegten Marco Völler warten. Denn Stabler bewegt sich mit 1,98 Meter Körpergröße nicht nur sportlich auf Augenhöhe und gilt als bester Rebounder im Team der Gäste. Generell sollten die Jungs aus der Goldschmiedestadt jedoch Vorteile unter den Körben haben. Insbesondere Marian Schick und Tobias Jahn genießen Größenvorteile, die es gilt auszunutzen.

Nächstes Spiel:

Hanau White Wings – Bike-Cafe Messingschlager Baunach

Samstag, 9. November 2013, 19 UHr

Main-Kinzig-Halle

Eberhardstraße

63450 Hanau


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