WhatsApp-Betrüger erbeuten in Bad Orb, Gründau und Nidderau fast 7.000 Euro

Blaulicht
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Betrügereien via "WhatsApp" liegen bei den Kriminellen derzeit offenbar voll im Trend. Dass sie es mit dieser dreisten Masche aktuell immer wieder versuchen, zeigen die angezeigten Fälle, die bei den Ermittlern dieser Tage auf dem Tisch landen. Das Phänomen scheint sich mehr und mehr zu etablieren. Die Kriminalpolizei rät daher zur Wachsamkeit und weist wiederholt auf das Vorgehen der Betrüger hin.

Diese nehmen über eine WhatsApp-Nachricht Kontakt zu ihren Opfern auf und geben sich oftmals als Sohn oder Tochter aus. Sie gaukeln dann vor, dass sie eine neue Mobilnummer hätten und meist wegen einer finanziellen Notlage nun Geld bräuchten - etwa für eine neue Couch oder eine Reparatur. Nicht jeder durchschaut gleich, dass hier etwas nicht stimmt, sodass es zu Überweisungen oder Geldübergaben kommt, indem die Absenderin oder den Absender der Nachricht für den wahren Bekannten gehalten wird. Oftmals werden "unrunde" Summen mit Centbeträgen genannt, um den Anschein eines tatsächlichen Rechnungsbetrages zu erwecken.

So wie im Fall einer 61-Jährigen aus Bad Orb. Sie erhielt am 5. April eine Nachricht von ihrer angeblichen Tochter, welche die Orberin dazu brachte, über 1.943,10 Euro per Eilüberweisung auf ein fremdes Bankkonto zu überweisen.

Ähnlich ging es einem 67-Jährigen aus Gründau. Er wurde am Samstag (2. April) ebenfalls in einen WhatsApp-Chat verwickelt, in dem sich jemand als seine Tochter ausgab. Auch er überwies der vermeintlichen Nachfahrin über 3.000 Euro.

Eine 72-Jährige aus Nidderau jedoch ließ sich nicht aufs Glatteis führen. Als sie am Montag, 4. April, von ihrem angeblichen Sohn angeschrieben wurde, reagierte sie richtig und verweigerte die Zahlungen für zwei angebliche Rechnungen in Höhe von über 1.800 Euro, die er dringend zahlen müsse. Zuvor hatte sie nämlich ihren richtigen Sohn angerufen, der die Nachrichten dementierte.

Um nicht überrumpelt zu werden gibt die Polizei erneut Tipps:

- Werden Sie misstrauisch, wenn Sie von einem Angehörigen / Bekannten eine Textnachricht erhalten und Geld gefordert wird, etwa wegen einer finanziellen Notlage

- Rufen Sie Ihren richtigen Angehörigen / Bekannten auf dessen Telefonnummer an und sprechen Sie mit ihm persönlich!

- Überweisen Sie keinesfalls Geld, solange Sie nicht definitiv sicher sein können, dass es sich tatsächlich um die vorgegebene Person handelt!

Falls Sie nach einer Aufforderung dennoch bereits Geld überwiesen haben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und veranlassen Sie eine Rücküberweisung

- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie den Chatverlauf - dieser ist für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen von Bedeutung

- Warnen Sie Ihre Angehörigen und Bekannten, insbesondere lebensältere Personen vor der neuen Betrugsmasche. Nur so können weitere Taten verhindert bzw. potentielle Opfer aufgeklärt werden!

Weitere Hinweise zu ähnlichen Betrugsdelikten finden Sie online unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/


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